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Nach Einnahmeausfällen Eintritt für den Kölner Dom? Entscheidung ist gefallen

Besucher stehen vor dem Kölner Dom Haupteingang an, am Eingang steht ein sogenannter Domschweizer, eine Aufsichtsperson, aufgenommen am 13. März 2021.

Der Kölner Dom begrüßt täglich tausende Besucher. 

Nach Einnahmeausfällen des Kölner Doms durch die Corona-Pandemie gab es Spekulationen um ein mögliches Eintrittsgeld für Touristen. Nun ist eine Entscheidung gefallen.

Köln. Es bleibt alles beim Alten an der Domplatte. Die Türen des Kölner Doms bleiben weiterhin für jeden offen. Obwohl der Kölner Dom coronabedingt 2020 und 2021 erhebliche Einnahmeausfälle verzeichnet, will das Domkapitel am kostenfreien Zugang zur Kölner Kathedrale festhalten.

„Wir möchten damit unsere Auffassung bekräftigten, dass der Kölner Dom allen Menschen offensteht, egal, woher sie kommen, welcher Nationalität und Religion sie angehören und wie groß ihr Geldbeutel ist“, so Dompropst Monsignore Guido Assmann.

Der Besuch des Kölner Doms soll kostenfrei bleiben

„Der Besuch des Kölner Domes ist kostenfrei – aber niemals umsonst. Und das soll auch so bleiben.“

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Es war zu Spekulationen um eine Einführung von Eintrittsgeldern am Kölner Dom gekommen, nachdem der Salzburger Dom die Einführung eines „Erhaltungsbetrags“ für alle Besucherinnen und Besucher angekündigt hatte. Seit Ende Oktober müssen Touristen hier fünf Euro Eintritt zahlen.

Eintrittsgeld für Kölner Dom aktuell kein Thema!

„Die ausbleibenden Touristenströme während der Pandemie und der daraus resultierende massive Rückgang an Einnahmen zwingen auch uns, unseren Haushalt genau zu überdenken“, erklärte der Dompropst. Die Turmbesteigung, die Schatzkammer und der Domshop mussten in Pandemiezeiten monatelang geschlossen bleiben. Führungen konnten nicht stattfinden. Die Wirtschaftsplanungen würden extrem herausgefordert. Trotz allem sei die Einführung eines Eintrittsgeldes für den touristischen Besuch aktuell kein Thema in Köln.

Für die Turmbesteigung des Domes wurde jedoch eine turnusgemäße Preisanpassung beschlossen. Ab dem 1.1.2022 erhöhe sich lediglich der Eintrittspreis für die Turmbesteigung des Domes. „Wir bitten herzlich um Verständnis für diese nötige Preisanpassung, um einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen", erklärte Assmann.

Ab 2022: Preisanpassung für Turmbesteigung des Kölner Doms

Durch die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie verzeichnete die Hohe Domkirche 2020 Einnahmeausfälle von ca. 2,5 Millionen Euro. 2021 blieben die Einnahmen deutlich hinter den Werten „normaler Jahre“ zurück. Einige Mitarbeiter des Domes waren zeitweise in Kurzarbeit. Ein Personalabbau konnte so bislang vermieden werden.

Die Arbeiten der Kölner Dombauhütte konnten dank der umfassenden Unterstützung des Zentral-Dombau-Vereins (ZDV) im notwendigen Umfang fortgeführt werden.

Das Land NRW und die Stadt Köln übernehmen gemeinsam mit dem ZDV rund 45% der Gesamtkosten für den reinen Bauerhalt des Kölner Domes. Knapp 5,8 Millionen Euro. Das Erzbistum Köln unterstützt den Dom zudem – wie alle rund 800 katholischen Kirchengebäude – mit einem Betrag zur Finanzierung von Baumaßnahmen und des liturgischen Dienstes. Rund 2,4 Millionen Euro werden jährlich aus den Kirchensteuereinnahmen des Erzbistums finanziert.

Die Einnahmen reichen jedoch nicht aus, um die vollständige Summe zu erreichen. Daher leisten vor allem die Spenden aus Kerzenopfern, die Kollekten sowie die Spenden an die Kulturstiftung Kölner Dom einen wichtigen und wesentlichen Beitrag für das Wahrzeichen Kölns. (fit)

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