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294 KiloVolker (70) baut den Dom aus Lego – Verkauf für Hammer-Preis

Volker Pardon steht an einem Kölner Dom aus Lego-Steinen.

Copyright: FUNKE Foto Services

Volker Pardon hat aus Lego-Steinen den Kölner Dom gebaut und posiert vor dem imposanten Werk.

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Er hat keinen Allerweltsnamen und hat hier keine Allerweltsarbeit abgeliefert: Volker Pardon (gesprochen: Pardong), 70-jähriger Rentner aus Velbert, hat den Kölner Dom nachgebaut – mit 228.100 Steinen.

20 Monate hat Herr Pardon für sein Meisterwerk gebraucht. „Am Tag habe ich zwei bis drei Stunden dran gesessen“, erzählt der jung gebliebene Senior, der aus der IT-Branche kommt.

Inspiriert hatte ihn ein Lego-Dom im Lego Discovery Center in Oberhausen, der von hauseigenen Experten aus der dänischen Lego-Zentrale in Billund gebaut wurde. Der dortige dänische Bauleiter habe ihm am Telefon erzählt, dass er in 26 Jahren Bautätigkeit kein so schönes Projekt wie den Kölner Dom gehabt habe. Volker Pardon stellte sich die Frage: Kann man jenen Dom auch selber bauen, ohne ein Lego-Profi zu sein? „Das hat mich gereizt!“

Kölner Dom aus Lego: Sogar Richter-Fenster nachgebaut

Und er hat es geschafft. Die Teile habe er auf der Onlineplattform Bricklink zusammengesucht, die Steine in verschiedensten Ländern wie Malaysia, Ungarn, Portugal und Estland gekauft. Anders als in Oberhausen, wo der Dom beigefarben gestaltet wurde, entschied sich Volker Pardon für ein Grau, was dem Jetztzustand näherkomme. Die beiden Grautöne heißen „light“ bzw. „dark bluish gray“. Insgesamt 230 Sendungen, oft in Schuhkartongröße, habe er erhalten und etwa 200 verschiedene Steintypen verwendet. Gebaut hat Pardon den Dom auf Basis von Fotos.

Ein Clou an der Arbeit sind die vielen Domfenster, unter denen das Richter-Fenster herausragt: „Es hat im Original im Dom 72 Farben. Bei mir sind es schon weniger“, räumt Pardon schmunzelnd ein. Aber die charakteristische Kästchenform ist gut getroffen.

Details des Nachbaus des Kölner Doms aus legosteinen

Copyright: FUNKE Foto Services

Auch das Richter-Fenster hat der Lego-Bastler gut getroffen.

Das ganze Projekt hat natürlich Kosten verursacht. Was die Höhe angeht, bleibt Volker Pardon vage, liefert aber immerhin einen Richtwert: „Die Kosten belaufen sich auf einen Kleinwagen.“ Ganz konkret nennt der Lego-Dombaumeister aber den Preis, den er für die Attraktion verlangt: 20.400 Euro.

In der Kölner Dombauverwaltung weiß man vom Projekt, seit Volker Pardon zu dessen Zweck eine Dachführung im Kölner Dom besuchte. Ein weiterer Clou am Lego-Dom ist, dass Volker Pardon per Schalterdruck die Glockenklänge des „Decken Pitter“ ertönen lassen kann.

Gebaut hat der Rentner den 2,25 Meter und 294 Kilo schweren Kunststoff-Dom im Maßstab 1:70 in seinem Keller. Sein derzeitiger Standort, wo er besichtigt werden kann, ist eine kleine Kirche in Velbert. Ob er den Lego-Dom vielleicht mal in Köln zeigen möchte? Volker Pardon winkt freundlich ab: „Ich habe immer Angst, dass ein Schlagloch den ganzen Dom zerschlägt...“

Der Vorstand der Roten Funken feiert auf der Bühne.

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