Die Tierschutzorganisation Peta hat ein Kölner Unternehmen ausgezeichnet.
In vielen Ländern verbotenKölner Delikatessen-Laden nimmt Produkt aus Sortiment und wird gefeiert

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In vielen Restaurants wird Stopfleber nicht mehr angeboten (hier ein undatiertes Symbolfoto).
Stopfleber gilt zwar in gewissen Kreisen als Delikatesse, aber der Tierschutz kritisiert immer wieder die brutalen Herstellungsmethoden.
Zuletzt hat die Tierschutzorganisation Peta Strafanzeige gegen verschiedene Restaurants und Online-Versandhändler wegen Beihilfe zur quälerischen Tiermisshandlung erstattet. Auch einen Kölner Stopfleber-Lieferanten hatte Peta im Visier.
Kölner Unternehmen nimmt Stopfleber aus dem Programm
Nun hat der Online-Lebensmittelhändler „Franck & Olivier Delikatessen Legatech UG“ in Köln reagiert und Stopfleber aus dem Sortiment genommen. Peta hatte die Geschäftsführung über das Leid der Enten und Gänse für die Foie-gras-Produktion informiert. Die Geschäftsführung reagierte umgehend mit der schriftlichen Zusage, dass alle Foie-gras-Produkte entfernt wurden.
Zum Wohl der Tiere! Peta begrüßt diesen Schritt und verlieh nun an das Kölner Unternehmen die „Stopfleberfrei“-Urkunde.
„Wir freuen uns über diese tierfreundliche Entscheidung und möchten uns daher mit einer Urkunde bei der Geschäftsführung bedanken“, so Dr. Tanja Breining von Peta. „Hierdurch bleibt in Zukunft zahlreichen Enten und Gänsen die grausame Qual des Stopfens erspart. Zudem war es nie leichter als heute, köstliche vegane Alternativen anzubieten.“

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Mit so einem Gerät werden die Enten oder Gänse gestopft (undatiertes Foto). Frankreich, Spanien, Ungarn, Bulgarien und ein Teil von Belgien produzieren immer noch Foie gras.
Für die Produktion von Foie gras werden überwiegend männliche Gänse und Enten gemästet, weil die Leber der weiblichen Tiere nicht die gewünschte Größe hat und zu viel Nervengewebe enthält. Allein in Frankreich werden daher in jedem Jahr mehr als 16 Millionen weibliche Küken direkt nach der Geburt am Fließband aussortiert und getötet.
Die männlichen Tiere werden mehrmals täglich durch ein Rohr, das ihnen gewaltsam in die Speiseröhre gestoßen wird, mit Getreidebrei gestopft. Dies lässt die Lebern der Vögel in nur zehn bis 18 Tagen auf das bis zu Zehnfache ihres Normalgewichts anschwellen.
Stopfleber-Produktion sehr qualvoll – in vielen Ländern verboten
Die Zwangsmast führt neben Verletzungen am Hals und in der Speiseröhre auch zu einer pathologischen Verfettung der Leber, Steatose genannt, sowie zu Atemnot, Knochenbrüchen, Leberblutungen und Herzversagen. Viele Tiere sterben daher bereits, bevor sie in den Schlachthof kommen.
Die Produktion von Stopfleber ist in vielen Ländern der EU verboten. Frankreich, Spanien, Ungarn, Bulgarien und ein Teil von Belgien produzieren hingegen immer noch Foie gras. (mt)

