Wenn der Zugführer Kowalski seine Trompete rausholt, gibt es schon mal Szenenapplaus.
Plötzlich gibt es in Köln ApplausZugführer rührt Fahrgäste mit Trompetensolo
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Die Welt ist am Durchdrehen? Moment mal. Da fährt die S12 aus Au (Sieg) kommend im Bahnhof Ehrenfeld ein, der Zugführer stellt sich in die Tür und du kannst sicher sein: Alles wird gut. Denn Kowalski ist wieder da.
Vielleicht muss man sagen: Immer noch da. Martin Kowalski, das ist der Mann mit der Trompete. Das wäre weiter nicht ungewöhnlich. Aber der Mann fährt Zug. Und bespielt dann den Bahnsteig. Das gibt’s nicht nochmal in Deutschland.
Vermutlich Deutschlands verrücktester Zugführer
Seit dem ersten Bericht über Martin Kowalski, der auch für seine launigen Zugdurchsagen bekannt ist, sind elf Jahre vergangen. Damals schrieb der EXPRESS: „Wenn Kowalski mit seinem Zug einfährt, liegt Musik in der Luft.“
Am liebsten trompetet er am Köln-Bonner Flughafen. „Da ist die Akustik am besten“, meint der Bahnfahrer aus Amteroth im Westerwald. So spielte er zu Weihnachten am Airport mal „We wish you a merry Christmas“. So einen hat es bei der Bahn noch nicht gegeben!“
Jetzt gab es ein Wiedersehen mit dem EXPRESS. Kürzlich, es war 20.21 Uhr, schickte Kowalski am Endhaltepunkt Ehrenfeld seine Fahrgäste mit rührenden Klängen aus seiner Trompete in den Feierabend oder ins bunte Treiben im Kölner Veedel.
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Die dankten es ihm mit Szenenapplaus. Dem filmenden EXPRESS-Reporter rief er noch ein „Kölle Alaaf“ und ein „Danke“ zu.
Danke auch, Tröötemann! Denn: Heute wie damals ist Kowalskis Motivation dieselbe geblieben: „Ich sehe das als Wertschätzung an. Das Schönste, was Sie machen können, ist Menschen eine Freude zu bereiten."


