Die Stadt Köln will sich für mehr „Sauberkeit in den Veedeln“ starkmachen.
Köln vermüllt immer mehrOB Burmester kündigt konsequentere Maßnahmen an

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Wilder Müll türmt sich auf der Militäringstraße/Ecke Herforderstr. Und er wird täglich mehr.
Es gibt viel zu tun! Das ist eine Erkenntnis der Stadt Köln nach der Aktionswoche „Ordnung und Sauberkeit in den Veedeln“. Ganz oben auf der Liste steht das Thema Sauberkeit.
„Ärgern Sie sich auch über Schmutz, Unrat, Hundekot, Schmierereien und überfüllte Abfallbehälter in unserem Stadtbild?“, fragt die Stadt Köln ihre Bürger und Bürgerinnen. Die Antwort ist klar, wie auch die zahlreichen Beiträge von EXPRESS-Leserreportern und Leserreporterinnen zeigen.
EXPRESS-Leserreporter decken Missstände auf
Immer wieder machen sie auf Missstände im Stadtbild aufmerksam. Wie Steffi K., die über ein besonders ärgerliches und vor allem ekliges Problem in der Spinnmühlengasse aufmerksam machte – dort liegen regelmäßig menschliche Exkremente.
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Auch Oberbürgermeister Torsten Burmester will das Problem der Vermüllung verstärkt angehen. Burmester sagt: „Wer seinen Müll achtlos wegwirft, muss genauso mit empfindlichen Strafen rechnen wie Kioskbetreiber, die den Jugendschutz missachten. Diese Stadt gehört allen – und die Regeln gelten für alle, damit Köln für alle lebenswert bleibt“, zitiert ihn „t-online.“
Laut Burmester habe die Aktionswoche hat noch einmal deutlich gemacht, wo Köln steht. Die Kölner beklagten zu Recht eine zunehmende Verwahrlosung des öffentlichen Raums, daher wolle er bestimmte Zustände „nicht länger dulden“.
Verwarn- und Bußgelder drohen und sollen konsequenter umgesetzt werden. Hier ein Überblick über den aktuellen Strafkatalog der Stadt Köln:
- Beschmieren und „Wildplakatieren“: 35 bis 1.000 Euro
- Grillen in nicht zugelassenen Bereichen: 35 bis 300 Euro
- Konsum von Alkohol, Tabakwaren und Drogen auf öffentlichen Spiel- und Bolzplätzen: 35 bis 150 Euro
- Mitführen von Hunden auf öffentlichen Spiel- und Bolzplätzen: 35 bis 250 Euro
- Unangeleintes Laufenlassen von gefährlichen Hunden auf Hundefreilaufflächen: 60 bis 250 Euro
- Unzulässiges Verrichten der Notdurft (inklusive Urinieren): 60 bis 150 Euro
- Verunreinigungen durch Tierkot: 35 bis 500 Euro
- Verunreinigung und Verunstaltung der öffentlichen Flächen: 35 bis 510 Euro
- Zweckwidrige Nutzung von Abfallbehältern: 30 bis 500 Euro
Wie die Stadt Köln mitteilte, wurden 380 Fälle von wildem Müll gemeldet. Teilweise wurde er bereits entfernt. Wie „t-online“ berichtet, musste in einem Fall sogar 25 Kubikmeter Müll entsorgt werden. Doch in vielen Fällen sind die Kölner AWB machtlos, wie Beispiele aus der Vergangenheit zeigen.
Torsten Burmester kündigt an: „Wer seinen Müll achtlos wegwirft, muss genauso mit empfindlichen Strafen rechnen wie Kioskbetreiber, die den Jugendschutz missachten. Diese Stadt gehört allen – und die Regeln gelten für alle, damit Köln für alle lebenswert bleibt.“ (red)

