Zülpicher Straße in Köln Stadt und Polizei reagieren auf Kritik: Partys gehen weiter

Die Polizei zeigt Präsenz in der Zülpicher Straße.

Einsatz auf der Zülpicher Straße: Die Kölner Polizei ist in den vergangenen Tagen mit deutlich mehr Personal auf der Kölner Partymeile zu sehen gewesen.  

Brennpunkt Zülpicher Straße in Köln: Polizei und Stadt reagieren auf die Kritik von Anwohnern, die von Auswüchsen der Straßenpartys gestört fühlen.

Köln. Wie geht es weiter auf der Zülpicher Straße in Köln? Die immer schlimmer werdenden Ausmaße im Party-Veedel gipfelten in der tödlichen Attacke auf einen 18-Jährigen. Anwohner forderten schon länger von Stadt und Polizei, sich der Situation anzunehmen. Erste Reaktionen sich sichtbar. Stadtdirektorin Andrea Blome hat jetzt Vertreter aus unterschiedlichen Bereichen zu einem Treffen eingeladen.

Köln: Stadt plant Maßnahmen für Zülpicher Straße 

Anwohner Andreas Gebauer hatte im EXPRESS die dramatische Entwicklung auf der Zülpicher Straße geschildert. Wenige Tage danach ist es zu dem tödlichen Angriff gekommen. Doch auch Gastronomen berichten von einer negativen Entwicklung auf der Kölner Ausgehmeile.

Junge Leute halten am Tatort in der Zülpicher Straße inne.

Am Tatort an der Zülpicher Straße, wo ein 18-Jähriger getötet worden war, halten immer noch Menschen an und halten inne, wie hier am Freitag (6. August). Die Polizei hat die Situation im Blick.

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Um der Situation entgegenzuwirken, hat Stadtdirektorin Andrea Blome sich der Sache angenommen. Sie hat Beteiligte von der Universität, Polizei, Ordnungsamt und Gastronomie zu einem Gespräch am Donnerstag (12. August) ins Historische Rathaus eingeladen. Anwohnervertreter Andreas Gebauer wird auch anwesend sein. Bei dem Treffen soll es um Erfahrungsaustausch und Maßnahmenplanung gehen.

Gebauer hatte das Kölner Ordnungsamt angezeigt, da die Behörde aus seiner Sicht zu wenig unternommen hätte. Die Kölner Staatsanwaltschaft hat in diesem Zusammenhang zudem ein zweites Verfahren gegen Unbekannt wegen unterlassener Hilfeleistung eröffnet.

Währenddessen zeigt die Kölner Polizei sichtlich mehr Präsenz auf der Zülpicher Straße. Doch das Treiben der Feiernden geht ungebrochen weiter. Der Kölner Künstler Gerd Buurmann, bekannt durch sein Bühnen-Format „Kunst gegen Bares“, hat am Samstag ein Video von der Zülpicher Straße in sozialen Medien veröffentlicht. Darauf sind viele Feiernde gegen 1 Uhr nachts am Mäuerchen an der Zülpicher Straße zu sehen.

Auch er kritisiert die Situation. In Richtung Stadt und Oberbürgermeisterin Henriette Reker schrieb er: „Ich habe eine kleine Frage. Warum ist das hier morgens um 1 Uhr unter Wohnungen in Köln (Zülpicher Straße - Ecke - Zülpicher Wall) möglich, wenn Theater um 22 Uhr wegen Lärm schließen müssen? So geht das jedes Wochenende.“

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