Horror-Tat in Köln Mutter tötet Kind (2) mit Schuh, doch von Mord ist keine Rede

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In dieser Flüchtlingsunterkunft soll die Frau ihr eigenes Kind umgebracht haben.

Köln – Destiny wurde gerade einmal zwei Jahre alt. Das kleine Mädchen starb einen schrecklichen Tod. Umgebracht in einer Flüchtlingsunterkunft an der Aachener Straße in Köln.

Es war ihre eigene Mutter. Immer wieder hatte die Frau im Wahn der Zweijährigen mit einem Stöckelschuh auf den Kopf geschlagen. Das Kind starb an einem Schädel-Hirn-Trauma. Die Tat ereignete sich in einer Dezembernacht 2018.

Ab Montag steht die 31-jährige Mutter nun wegen Totschlags vor dem Kölner Landgericht. Laut Antragsschrift hat die Frau die Tat wegen einer schizophrenen Psychose im schuldunfähigen Zustand begangen. Deshalb geht es in dem Prozess um ihre dauerhafte Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus. Das Gericht hat fünf Verhandlungstage bis zum 12. August terminiert.

Kind mit Stöckelschuh getötet: Mutter sitzt in der Psychiatrie

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Nachbarn hatten Schreie gehört und die Polizei gerufen. Die 31 Jahre alte Mutter sitzt seit jener Nacht in einer geschlossenen psychiatrischen Einrichtung.

Nach bisherigem Ermittlungsstand hat Labake M. ihre Tochter im Zustand der Schuldunfähigkeit getötet. Der getrennt von der Mutter lebende Kindsvater hatte die Beamten alarmiert, weil M. in seiner Wohnung in Mülheim ohne Destiny aufgetaucht war und verwirrt sprach.

Köln: Mutter von getötetem Flüchtlingskind Destiny sagt, es sei ein Unfall gewesen

Auf seine Frage nach Destiny soll sie ihm geantwortet haben: „Sie ist dort, wo sie hingehört." Während ihres Klinikaufenthalts erklärte die Mutter mehrfach, mit der Tötung der Tochter nichts zu tun zu haben, der Tod Destinys sei „ein Unfall" gewesen. Die Spuren am Tatort verweisen jedoch eindeutig auf die Mutter als Täterin.

Labake M. kam 2015 gemeinsam mit dem Ex-Freund als Flüchtling nach Köln. Sie hatte den Mann auf der Flucht in Libyen kennengelernt und ihn dazu überredet, mit ihr nach Europa auszuwandern. In der nigerianischen Heimat hatte sie eine Friseurausbildung absolviert, geheiratet und ihren 2007 geborenen Sohn der Schwiegermutter überlassen, um nach Europa zu flüchten. 

Mit Hilfe von Schleusern kam sie über Libyen und Italien 2015 nach Deutschland und erhielt Asyl. Der Antrag wurde inzwischen abgelehnt. Da sie jedoch erklärte, ihr Ehemann in Nigeria habe sie mit dem Tode bedroht, wurde ihr Aufenthalt weiter geduldet.

Bereits eine Woche nach Destinys Geburt wurde eine Psychose festgestellt

Als sie Destiny im November 2016 zur Welt brachte, diagnostizierten die Ärzte bereits eine Woche nach der Entbindung eine erste Psychose. Destiny kam daraufhin in die Obhut des Jugendamtes. Nach drei Monaten entschieden sich die Behörden, Labake M. und das Baby in einer Mutter-Kind-Einrichtung unterzubringen. Dort blieb sie vier Monate und wurde anschließend mit dem Baby in einer Kölner Flüchtlingsunterkunft untergebracht.

Anfangs wurde sie auch noch vom Jugendamt sechs Stunden pro Woche betreut, das Amt stellte die Besuche allerdings ein, als Destiny ein Jahr alt war.

Offensichtlich schlug die Mutter das Kind hin und wieder, nahm Drogen und zeigte wenig Verantwortungsgefühl. Die Rolle des Jugendamtes wird im Prozess noch hinterfragt werden. Das Gericht hat die Verhandlung auf Ende Juli terminiert.

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