War Hass-Song der Auslöser? KC Rebell vs. Xatar: Anklage zum Kölner Rapper-Krieg steht

Xatar und Rebell

Die Rapper Xatar (links) und KC Rebell, Inhaber der Rebell Lounge, sind nicht gerade Freunde.

Köln – Es war ein Hass-Song mit gravierender Wirkung. Laut Kölner Staatsanwaltschaft löste der erfolgreiche Rapper KC Rebell mit dem Lied „Dizz da“ einen Rapper-Krieg aus – auf offener Straße in der Innenstadt! 

Drei Männer müssen sich wegen gefährlicher Körperverletzung vor dem Kölner Landgericht verantworten. Sie sollen einen Kontrahenten vor einer Bar übelst verprügelt haben.

KC Rebell disste Xatar

Die Schmäh-Zeilen von KC Rebell (29) trafen den Konkurrenz-Rapper Xatar (35). „Du bist der Prototyp-Kurde, der unsere Ehre missbraucht“, heißt es in dem Song.

Auch Xatars langjährige Haftstrafe bedachte Rebell: „Mit Rap blieb der Erfolg aus, auch der Rest ging nicht so toll aus – welcher Vollidiot startet auch im Vollrausch 'nen Goldraub?“

Axt-Attacke vor Shisha-Bar 

Das soll der Anlass gewesen sein, dass Xatars Leibwächter Selam A. (39) Mitte August eine Aussprache mit Rebells Geschäftspartner (35) gesucht haben soll. Laut Anklage der Staatsanwaltschaft bestellte A. den Mann zu der Shisha-Bar „Noon“ in der Flandrische Straße am Rudolfplatz. 

Selam A gebalkt

Selam A. (38) ist auch wieder auf freiem Fuß.

Als der aus seinem Mercedes stieg, soll er unvermittelt angegriffen worden sein. Dem Opfer wurde mit der stumpfen Seite einer Axt gegen den Kopf geschlagen, ein 18-Jähriger habe ihm noch mehrfach gegen den Schädel getreten. 

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Rirzgar A. ist gegen Auflagen wieder auf freiem Fuß.

Selam und dessen Bruder Rirzgar A. (33) sollen noch fünfmal mit einem Messer zugestochen haben. Auch Schüsse sollen auf offener Straße gefallen sein.

Kumpel von KC Rebell schwer verletzt 

Der Vertraute von KC Rebell wurde schwer verletzt. Er erlitt Brüche des Unterkiefers und der Schläfe, der Muskel im Oberschenkel wurde getroffen. Da die Angreifer aber aufgehört haben sollen, wurde kein versuchtes Tötungsdelikt, sondern „nur“ gefährliche Körperverletzung angeklagt. 

Strafverteidiger Gottfried Reims spricht auf EXPRESS-Anfrage von einer diffusen Tatsituation, bei der die Rollen noch nicht geklärt seien. Die Verdächtigen sind wieder auf freiem Fuß, ein Prozesstermin steht noch aus. Gegen Rapper Xatar wird in diesem Zusammenhang nicht mehr ermittelt. 

(exfo)

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