„Wollen sowas hier nicht“ Eltern stocksauer: Impfgegner haben Kölner Grundschüler im Visier 

Haupteingang der Grundschule Nesselroder Straße in Köln-Niehl

Die Grundschule an der Nesselroder Straße in Köln-Niehl, hier eine Aufnahme vom Donnerstag (27. Januar) wurde von Impfgegnern aufgesucht. 

Eltern von Grundschülern sind wütend darüber, dass Infomaterial von Impfgegnern an einer Grundschule verbreitet wurde.  

Große Aufregung in Köln-Niehl! Impfgegner haben die Grundschule Nesselroder Straße aufgesucht und dort „Infomaterial“ verteilt. Eltern und Anwohner sind sauer, dass offenbar so versucht wird, Kinder und deren Eltern von einer Corona-Impfung abzubringen. Die Schulleitung hat sofort auf den Vorfall reagiert.

„Schütze dein Kind. Sag nein zur Corona-Impfung“, steht auf einem der Flyer, die am Zaun der Grundschule in Köln-Niehl angebracht worden sind. Die Flyer wurden offenbar von einer öffentlichen Straße aus dort angebracht. Wie viele genau, ist unklar. Als Verantwortliche der Flyer ist ein Verein namens „Eltern stehen auf“ mit Sitz in Nürnberg ausgewiesen. Auf den Flyern selbst wird etwa behauptet, dass die Corona-Impfung ein genetisches Experiment sei. Zudem sind „nützliche Adressen“ wie Telegramkanäle von Anwälten oder des Vereins selber aufgelistet.  

Köln: Impfgegner verbreiten Flyer gegen Corona-Impfung an Grundschule

„Wir wollen so etwas in unserem Veedel und erst recht nicht an der Grundschule haben. Was glauben diese Menschen, damit erreichen zu können? Als ob jemand sein Kind nicht impfen lässt, weil das auf einem Flyer steht. Die Schule hat während er Pandemie gute Arbeit geleistet, sogar mehr als notwendig. Dass ausgerechnet so ein Ort für diese Propaganda ausgewählt wird, macht uns als Eltern sehr wütend“, schildert eine Mutter eines Schulkindes im Gespräch mit EXPRESS.de. Sie möchte zum Schutz ihres Kindes anonym bleiben.

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Ein Flyer mit dem Aufruf „Sag nein zur Corona-Impfung“

Einer der Flyer, die an der Grundschule Nesselroder Straße in Köln-Niehl verteilt wurden. Nach Ansicht der Ersteller ist eine Corona-Impfung an Kindern „ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit“. 

Ein Anwohner aus der Ford-Siedlung in Niehl hat die Flyer am Sonntag (23. Januar) beim Gassi gehen mit seinem Hund entdeckt. Er habe gleich Hand angelegt, wie er sagt: „Ich habe einen Schrecken bekommen, als ich den Schulzaun gesehen habe. Der ganze Zaun wie auch der Gehweg war voll mit diesen Flyern. Darauf wird Stimmung gemacht, gegen das Impfen der Kinder. Ich habe nicht alle Flyer entfernen können, da waren noch welche hinter dem Zaun und noch weitere auf dem Gehweg.“

Der Schulleiter Birger Heusinger erklärte auf Anfrage von EXPRESS.de, dass der Fall ihm bekannt sei: „Wir haben umgehend alle Flyer entfernt und vernichtet, als wir das mitbekommen haben. Unser Hausmeister hat sich noch in der Nacht darum gekümmert. Da die Flyer offenbar von einer öffentlichen Straße aus am Zaun unserer Schule angebracht worden sind, haben wir da kaum eine Handhabe, außer sie zu beseitigen.“

Womöglich könnten einzelne Flyer vom Wind weggeweht worden sein und konnten aus diesem Grund nicht entfernt werden. Der Schulleiter stellt aber klar, dass es keine Erlaubnis dafür gegeben habe: „Sowas wird weder toleriert noch genehmigt.“

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