Befürchtungen wahr geworden Bombe im Kölner Süden aufgegraben

Es wird ernst Illegale Mediziner-Party in Köln ein Fall fürs Approbations-Dezernat

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Einsatz der Kölner Polizei in Westhoven: Hier fand in der Nacht zum 18. April eine illegale Mediziner-Party statt.

Köln – Unfassbare Szenen hatten sich in der Nacht zu Sonntag (18. April) in Porz-Westhoven abgespielt: Als das Kölner Ordnungsamt kurz vor Mitternacht anrückte, „waberten“ nicht nur Musikbässe durch das dunkle Wäldchen, sondern auch der Rauch von Marihuana. Junge Leute flüchteten panisch aus einer Hütte, versteckten sich auf Dächern, versuchten im Wald unterzutauchen. 

  • Illegale Mediziner-Party in Kölner Wäldchen
  • Ordnungsamt und Polizei rückten an
  • Feiernde versuchten zu fliehen

Das von Anliegern alarmierte Ordnungsamt stellte fest: Ausgerechnet Mediziner hatten hier eine wilde Party anlässlich ihres bestandenen Staatsexamens gefeiert – und damit gegen jede Menge Corona-Vorschriften verstoßen. Die Drogen-Feier fand in einem engen ungelüfteten Raum statt. Ausrede der 35 Teilnehmer: „Wir sind ja schon geimpft, ist doch nicht so schlimm.“

Illegale Party in Köln: Bezirksregierung hat sich eingeschaltet

Das sieht die Stadt Köln komplett anders: „Die Bußgeldverfahren gegen die an der Party beteiligten Personen werden mit hoher Priorität eingeleitet bzw. sind bereits eingeleitet. Ferner hat sich die Bezirksregierung Köln – das Dezernat für Approbationsangelegenheiten – eingeschaltet“, so Stadtsprecher Robert Baumanns.

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Ordnungskräfte und Party-Teilnehmer verlassen das Gelände in Westhoven in der Nacht zum 18. April.

Er listet auf, gegen was die Mediziner verstoßen haben: „Die angetroffenen Personen haben nach bisherigen Erkenntnissen gegen die Ausgangsbeschränkung verstoßen (Allgemeinverfügung der Stadt Köln), außerdem gegen das Feier-/Partyverbot (§2 Abs. 1 CoronaSchVO NRW) und gegen die Kontaktbeschränkung (maximal ein Hausstand plus maximal eine Person, §2 Abs. 2, Satz 1a CoronaSchVO NRW in Verbindung mit der Allgemeinverfügung der Stadt Köln).“

Illegale Party in Köln: Klare Ansage von Oberbürgermeisterin Reker

Von Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker kam eine klare Ansage: „In unserer jetzigen Situation in der Pandemie eine Party mit vielen Menschen zu feiern ist unverantwortlich – besonders, weil die Feiernden, bei denen es sich angeblich um angehende Mediziner*innen gehandelt hat, es hätten besser wissen müssen.“

Auch dass sich jetzt die Bezirksregierung eingeschaltet hat, zeigt, was diese Party zu einem ganz besonderen Fall macht. Wird den Medizinern jetzt etwa ihre Approbation entzogen? Sprecherin Vanessa Nolte erklärt: „Das Ordnungsamt hat die Personalien der betroffenen Personen aufgenommen, leitet diese an uns weiter.“ Das Dezernat, das für Approbationen zuständig ist, werde die Mediziner dann anschreiben, um Stellungnahme bitten.

Illegale Party in Köln: Auch Polizei war im Einsatz

Da wird sicher dem ein oder anderen das Herz in die Hose rutschen ... Und genau das ist wohl vom Dezernat bezweckt. Nolte: „Auf den beruflichen Werdegang wird das keine Auswirkungen haben.“

Auch die Polizei war involviert. „Wir haben die Stadt bei dem Einsatz unterstützt“, so ein Sprecher. Es habe eine Anzeige wegen Besitz von Betäubungsmitteln gegeben.

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