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Grünes Licht Ausgangssperre für Köln soll Freitag verkündet werden

Pano

Für eine nächtliche Ausgangssperre in Köln, hier der Dom und die Kranhäuser, gibt es grünes Licht vom Land.

Köln – Der Corona-Krisenstab tagt Freitag, 16. April, in Köln – und alles sieht danach aus, als würde dann die nächtliche Ausgangssperre für die Millionenstadt offiziell verkündet.

  • Kölner Corona-Krisenstab tagt
  • Grünes Licht für Ausgangssperre
  • Strenge Regeln für Millionenstadt Köln

Der WDR berichtet, dass den Kölnern am Freitag offiziell die Ausgangssperre verkündet wird. Und Radio Köln hat erfahren, dass dieses Vorgehen auch rechtlich abgesichert ist: Die NRW-Landesregierung hat zugestimmt. Die Stadt Köln habe alle möglichen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie ergriffen. Aufgrund steigender Fallzahlen in der Domstadt sei die Ausgangssperre „ultima ratio“.

Ausgangssperre in Köln: Stadt unmittelbar handlungsfähig

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Auf Anfrage des EXPRESS sagte Kölns Stadtsprecher Alexander Vogel: „Der Krisenstab wird sich morgen (Freitag, 16. April, die Red.) mit der aktuellen Lage, insbesondere der Situation auf den Intensivstationen, erneut beschäftigen und Maßnahmen beraten. Um unmittelbar handlungsfähig zu sein, wurden mögliche Maßnahmen bereits vorab mit dem Land abgestimmt, damit sie, sollte der Krisenstab sie morgen beschließen, kurzfristig umgesetzt werden können.“

Die Ausgangssperre in Köln: Streifenwagen fahren nachts beliebte Treffpunkte ab, Einsatzkräfte patrouillieren durch die Straßen. Wer angetroffen wird, wird kontrolliert und ggf. bestraft. Ein bislang unvorstellbares Szenario... Am Mittwoch (14. April) erklärten Polizei und Stadt, wie sie sich auf den Ernstfall im Fall der Ausgangssperre vorbereiten. 

Laut SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hätten andere Länder bereits gute Erfahrungen mit einer Ausgangssperre gemacht. So hätten nächtliche Ausgangsbeschränkungen unter anderem in Portugal dazu geführt, dass die Infektionszahlen gesunken sind. „Was als Treffen im Freien anfängt, endet oft im Innenraum“, argumentiert Lauterbach. 

Ausgangssperre in Köln? Polizeipräsident Uwe Jacob setzt auf Vernunft der Kölner

Kölns Polizeipräsident Uwe Jacob erklärt, dass man zunächst die Reaktion der Bevölkerung auf eine Ausgangssperre beobachten werde. „Ich gehe zunächst einmal davon aus, dass alle den Ernst der Lage realisiert haben und sich an die Vorgaben halten“, so Jacob optimistisch.

Mehr Polizisten kämen daher vorerst nicht zum Einsatz. Jacob: „Wenn die Menschen zuhause blieben, fallen Einsätze weg, die uns normalerweise abends und nachts beschäftigen. Wir hätten damit bei unverminderter Personalstärke Freiräume, um uns um die Menschen zu kümmern, die sich nicht an die Ausgangssperre halten.“

Zuletzt hatte sich jedoch unter anderem am Rheinboulevard gezeigt, dass sich zahlreiche Menschen eben nicht an die Coronaschutzmaßnahmen halten. Gerade, wenn die Temperaturen steigen, drängen viele nach draußen. 

Das könnte auch bei einer nächtlichen Ausgangssperre passieren. Falls sich Menschen in größerem Umfang nicht daran hielten und auch Appelle nicht die gewünschte Wirkung erzielen, kündigt Kölns Polizeipräsident an: „In dem Fall werden wir mit der Stadt weitere Maßnahmen abstimmen.“

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