800.000 Menschen auf der StraßeCSD-Parade kehrt nach Köln zurück – das ist das diesjährige Motto

Eine Person posiert bei der CSD-Parade in Köln für die Kamera.

Der CSD, hier eine Aufnahme von der Parade 2019 in Köln, findet dieses Jahr vom 1. bis 3. Juli in Köln statt. 

In Köln findet am Wochenende (1. bis 3. Juli) der Cologne Pride mit der großen CSD-Parade statt.

Der Cologne Pride kommt nach zwei Jahren Corona-Pause zurück auf die Straße. In Köln soll die große CSD-Parade am Sonntag (3. Juli) stattfinden. Die Veranstalter erwarten mehr als 800.000 Zuschauerinnen und Zuschauer.

Mit dem Motto „Für Menschenrechte. Viele. Gemeinsam. Stark.“ kehrt der Cologne Pride nach Köln zurück und soll dieses Jahr wieder ein starkes Zeichen setzen. Das dreitägige Straßenfest geht vom 1. bis 3. Juli mit Musik, Tanz und politischen Diskussionen.

Cologne Pride: CSD-Parade kehrt nach zwei Jahren Corona-Pause zurück nach Köln

Der Cologne Pride ist eine der größten Veranstaltungen der lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans-, intergeschlechtlichen und queeren (LGBTIQ) Community in Europa. Wegen der Corona-Pandemie hatte die CSD-Parade in den vergangenen beiden Jahren nur in stark verkleinerter Form, teilweise digital, stattgefunden.

Alles zum Thema Homosexualität

2019 hatte sie nach Veranstalterangaben 1,2 Millionen Menschen in Köln angezogen. „Wir sind sehr glücklich, dass es jetzt wieder richtig losgehen kann“, sagte Hugo Winkels vom Verein Kölner Lesben- und Schwulentag (KLuSt) der „Deutschen Presse-Agentur“.

Die Parade am Sonntag solle nicht nur ein lustig-buntes Spektakel sein, sondern auf die Rechte der Community und Benachteiligungen aufmerksam machen, betonte Winkels. Immer noch gebe es Homophobie und Anfeindungen, vor allem in sozialen Medien. „Darauf wollen wir hinweisen, indem wir auf die Straße gehen.“

Der Queer-Beauftragte der Bundesregierung, der Kölner Bundestagsabgeordnete Sven Lehmann (Grüne), sagte, es sei ein untragbarer Zustand, dass auch fast fünf Jahre nach der „Ehe für alle“ die rechtliche Gleichstellung noch nicht erreicht sei. Jedoch gebe es seitens der neuen Bundesregierung viel Rückenwind bei der Durchsetzung queerpolitischer Vorhaben, ergänzte Lehmann, der an der CSD-Demonstration teilnehmen will.

Mit dem CSD wird vielerorts an Ereignisse im Jahr 1969 in New York erinnert: Polizisten stürmten damals die Bar „Stonewall Inn“ in der Christopher Street und lösten einen mehrtägigen Aufstand von Schwulen, Lesben und Transsexuellen auf. (dpa)