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Wieder Klima-Protest„Letzte Generation“ blockiert große Straße im Kölner Zentrum

In Köln hat sich am Montagmorgen wieder ein Klima-Protest der Gruppe „Letzte Generation“ formiert. Der Verkehr am Neumarkt stand zeitweise still.

von Thomas Werner (tw)Antonia Raabe (ra)

Der Klima-Protest und kein Ende: Am Montagmorgen (6. Februar 2023) haben sich Aktivistinnen und Aktivisten der Gruppe „Letzte Generation“ erneut zu einer Aktion in Köln versammelt. Der Ort des Klebe-Protestes diesmal: der Neumarkt.

Gegen 10 Uhr ließen sich sieben Personen an der Einfahrt von der Cäcilienstraße zum Neumarkt nieder und blockierten dort den Verkehr. Vier Personen haben sich an die Straße geklebt. Seit 10.08 Uhr war die Polizei vor Ort, um die Lage vor Ort unter Kontrolle zu halten und die festgeklebten Personen zu lösen.

Klimakleber in Köln: Sieben Personen blockieren Einfahrt zum Neumarkt

Die Stimmung vor Ort – wie schon bei früheren Protesten aufgeheizt. Einige Autofahrerinnen und -fahrer beschimpfen die Gruppe. Auf der Cäcilienstraße staute sich der Verkehr hunderte Meter weit zurück. Viele Menschen stiegen aus ihren Autos und warteten.

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Ein Mann suchte gegen 10.10 Uhr das Gespräch mit der Gruppe: „Das bringt doch eh nichts“, sagt er energisch. Einer der Demonstranten antwortet: „Vielleicht ja doch.“ Aber es gibt auch positive Stimmen: Mehrere Menschen nähern sich der Gruppe und bedanken sich für den Protest.

Gegen 10.15 Uhr die erste Maßnahme der Polizei: Die drei Personen, die nicht an der Straße festgeklebt sind, müssen runter von der Straße. Zwei werden getragen, eine geht freiwillig.

Seit etwa 10.40 Uhr ist zumindest das Verkehrs-Thema geregelt. Die Straße ist wieder frei, weil der Verkehr frühzeitig abgeleitet wurde.

Um 11 Uhr war dann die Sondereinheit der Polizei vor Ort, um die Festgeklebten von der Straße zu lösen. Seit 11.30 Uhr sind die Aktivistinnen und Aktivisten von der Straße gelöst, die Aktion ist vorbei.

Vereinzelt sind Mitglieder der Gruppe in Gewahrsam genommen worden, ihnen sollen Fingerabdrücke entnommen werden. Andere, die schon polizeilich erfasst sind, erhielten einen Platzverweis.

Der neuerliche Protest in Köln ist Teil einer neuen Strategie der „Letzten Generation“: Schon vor Wochen hatte die Gruppe angekündigt, ab dem 6. Februar noch mehr Aktionen als zuvor durchführen zu wollen. In Passau, Leipzig, Hannover, Magdeburg oder Berlin liefen zeitgleich zum Protest in Köln weitere Aktionen.

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„Wir, die wir heute am Leben sind, sind die Letzten, die den unumkehrbaren Kollaps des Klimas noch verhindern können“, heißt es in einem offiziellen Statement. „Die Regierung ist laut Verfassung verpflichtet, unsere Lebensgrundlagen und damit die Grundlagen unserer Freiheit zu schützen. Sie kommt dieser Pflicht nicht nach.“

Zuletzt hatten einige Anhängerinnen und Anhänger am Freitag (3. Februar 2023) den Verkehr auf der Universitätsstraße/Ecke Bachemer Straße am Park der Menschenrechte lahmgelegt.