Kommentar zum Karneval Köln traut sich was – der Rest liegt in der Hand der Jecken

Jecke feiern am 11.11. auf dem Heumarkt vor der Bühne.

Ganz Köln wird an den bevorstehenden tollen Tagen zur Brauchtumszone, wo gefeiert werden kann. Unser Symbolfoto zeigt die Veranstaltung am 11.11.2021 der Ostermann-Gesellschaft.

Nicht nur einzelne Bereiche, sondern die ganze Stadt wird zur Brauchtumszone. Seit Mittwochmittag (9. Februar) ist bekannt, wie in Köln Straßenkarneval gefeiert kann. Dazu der EXPRESS.de-Kommentar.

Leev Jecke: Janz Kölle es ene Brauchtumszone! Was früher eigentlich immer selbstverständlich war, ist es nicht mehr seit Corona. Insofern ist der Beschluss der Kölner Stadtspitze ein Paukenschlag und zugleich einen Tusch wert.

Die Entscheidung, den unorganisierten Straßenkarneval zu dezentralisieren und keine Feier-Hotspots mit den bekannten Problemen einzurichten, ist richtig und nachvollziehbar.

Straßenkarneval Köln 2022: Ganze Stadt wird zur Brauchtumszone

„Kumm mer trecke einfach loss, weil ne Jecke trecke muss“: Diesem kölschen Grundbedürfnis trägt die Stadt nun Rechnung, zumal die aktuelle Pandemie-Situation nicht mit der vom 11.11.2021 oder der Session zuvor vergleichbar ist.

Alles zum Thema Zülpicher Straße

Die geltende Corona-Schutzverordnung des Landes nur für die tollen Tage in Köln zu verschärfen, wäre nach hinten losgegangen. Dafür gäbe es in der Stadt keine Akzeptanz oder gar Verständnis. Und für einst angedachte Verweilverbote fehlt die rechtliche Grundlage. Heißt auch: Auf der Zülpicher Straße wird es wieder voll werden. Aber vielleicht nicht so chaotisch, wenn auch überall woanders gefeiert wird.

Hier leisten übrigens viele Karnevals-Gesellschaften gute Arbeit, indem sie nun in kürzester Zeit coronakonforme Veranstaltungs-Formate auf Kölner Plätzen organisieren – natürlich mit Zugangsbeschränkungen. Köln traut sich wieder mehr Karneval.

Die Bekanntgabe der Stadtdirektorin ist zugleich ein Vertrauensvorschuss: Es liegt nun an jedem Jeck selbst, das Beste daraus zu machen und sich an die geltenden Regeln zu halten. Bei einem Fest, das zig Tausenden so am Herzen liegt, sollte das keine Überforderung darstellen.

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