„Manche vergessen Corona“Selfies und Co.: Kölner Band mit strikter Fan-Regel für Karneval

Verkleidete Frauen springen vor dem Kölner Dom in die Höhe. Die Weiberfastnacht leitet den Beginn des Straßenkarnevals ein.

Nach einem Jahr der Karnevals-Auszeit steht die jecke Jahreszeit nun wieder in den Startlöchern. Das Foto entstand am 20. Februar 2020 vor dem Kölner Dom.

Die Funky Marys haben ein Regelwerk im Umgang mit Corona im Kölner Karneval entwickelt.

von Bastian Ebel (bas)

Köln. Corona ist noch nicht vorbei! Oder doch? Die Mitglieder der Funky Marys haben nach ihren ersten Auftritten in den vergangenen Wochen da so ihre Erfahrung gemacht. Und für sich beschlossen: Für die anstehende Sessionseröffnung und im Saalkarneval will man sich ein paar Corona-Regeln auferlegen und damit auch Fans sensibilisieren.

„Bei den ersten Auftritten haben wir festgestellt, dass einige Leute vergessen haben, dass es noch Corona gibt. Da wird umarmt und gebützt“, erzählen die Sängerinnen Andrea und Yvonne Schönenborn im Gespräch mit EXPRESS.de. Noch sei die Pandemie aber nicht vorbei. „Das macht zwar keiner mit bösen Absichten. Aber nur zu sagen ‚Ich han nix‘, ist uns ein bisschen zu wenig.“

Köln: Funky Marys mit Corona-Regeln für den Karneval

Sie erklären: „Deshalb haben wir uns in der Band zusammengesetzt und ein paar Regeln erarbeitet. Für uns intern, aber auch für die Fans.“

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Regel Nummer eins bei den Funky Marys: „Wir werden bis zur Bühne die Maske weitertragen und sie erst kurz vorher ablegen. Im Bandbus gilt das auch, sobald jemand von uns Erkältungssymptome hat.“

Auch beim Kontakt mit den Fans während des Karneval soll es bis Aschermittwoch und darüber hinaus zu Einschränkungen kommen: „Es ist ja nicht böse gemeint: Selfies machen wir mit etwas mehr Abstand. Zudem werden wir eben Maske tragen auch in den Foyers.“ Die Funky Marys aus Köln möchten die Maßnahmen nicht als arrogant gewertet wissen: „Darum geht es nicht. Wir sind aber auch Mütter und möchten gesund durch die Session kommen. Deshalb appellieren wir da auch an die Vernunft, ein bisschen mehr Abstand zu halten.“

Andrea sagt: „Ich glaube, es ist noch an der Zeit, vorsichtig zu sein. Nur so können wir alle gemeinsam feiern. Wenn wir alle Maßnahmen aufheben, könnte das sehr schnell nach hinten losgehen. Eben weil wir auf der Bühne stehen wollen, bitten wir das auch zu akzeptieren.“

Letztlich wolle man mit dem Schritt noch einmal wachrütteln: „Lasst uns alle gemeinsam aufeinander Acht geben, damit wir den Driss bald überwunden haben.“