Corona-Karneval Absage der Sitzungen in Köln: Traditionskorps mit klarer Aussage

Prinzenproklamtion am im Gürzenich

Pripro 2020 in Köln: Sieben Präsidenten der neun großen Kölner Traditionskorps feierten gemeinsam.

Die neun großen Traditionskorps im Kölner Karneval haben sich gemeinsam an die Öffentlichkeit gewandt.

Sie hatten sich bereits im Dezember 2021 zusammengesetzt, um gemeinsam die undurchsichtige Lage bezüglich der freiwilligen Absagen der Karnevalssitzungen zu erörtern. Jetzt machen sie Nägel mit Köpfen – zumindest fast.

Die neun Traditionskorps im Kölner Karneval (Blaue Funken, Rote Funken, Treuer Husar, Ehrengarde, Nippeser Bürgerwehr, Altstädter, Bürgergarde, Jan von Werth und Prinzengarde) haben in einer gemeinsamen Erklärung vorerst ihre Karnevalssitzungen für die Session abgesagt.

Karneval in Köln: Große Vereine sagen Sitzungen ab und hoffen auf Februar

„Aufgrund der Vorgaben der bestehenden Corona-Schutzverordnung sowie der Absprache des Festkomitee Kölner Karneval mit der NRW-Landesregierung haben die neun Traditionskorps im Kölner Karneval in der Verantwortung für die Gesundheit ihrer Gäste, Freunde und Mitglieder beschlossen, einen Großteil der Karnevalssitzungen in Innenräumen abzusagen“, heißt es dazu von den Vereinen. Davon ausgenommen seien aber die Bälle und Tanzveranstaltungen, die ohnehin behördlich abgesagt seien.

Allerdings, und damit ist die gute Nachricht verbunden: So ganz will man sich im Gegensatz zum Vorjahr nicht von karnevalistischen Veranstaltungen – natürlich coronakonform - verabschieden. „Für den späteren Teil der Session werden – je nach pandemischer Lage und Vertretbarkeit – unterschiedliche pandemie-konforme Aktionen und kleinere Formate geplant, um unseren Fastelovend in einer alternativen Form erleben zu können“, heißt es dazu.

Wie diese Formate genau aussehen werden, darüber wolle man dann einzeln die Mitglieder informieren. Und die Vereine schicken noch einen Impf-Appell hinterher: „Die neun Traditionskorps bedauern diese Entscheidung sehr, sehen aber aufgrund ihrer Verantwortung keine andere Möglichkeit, um auch Schaden vom immateriellen Kulturerbe Rheinischer Karneval sowie der Stadt Köln fernzuhalten“, so zunächst die Begründung.

Und: „Diese Absage ist mit dem Wunsch verbunden, möglichst schnell eine höhere Impfquote in der Bevölkerung zu erzielen, um bald wieder den Karneval in der Form, wie wir ihn lieben, feiern zu können und unsere Kultur zu leben.“

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.