„Es geht nicht mehr“ Bitter: Kölsches Musik-Urgestein macht nach 25 Jahren Schluss 

Mario Kotaska und die Boore am 13. November in Köln.

Die Boore, hier mit TV-Koch Mario Kotaska im November 2021, müssen nach der Session auf ihren Schlagzeuger verzichten. 

Peter Kellershoff von den Boore aus Köln wird nach dem Jubiläum 2023 am Schlagzug aufhören.

Das ist wirklich bitter: Wie die Boore mitteilen, wird Schlagzeuger Peter Kellershoff nach Aschermittwoch 2023 endgültig bei der kultigen Kombo aufhören und damit nach 25 Jahren kölscher Karriere die Band verlassen.

„25 spannende und erfolgreiche Jahre mit unzähligen Hits gehen für ihn zu Ende“, so die Band, denn Kellershoff erlebte viele Titel mit: „Rut sin de Ruse“, „So ein Tag, so schön wie heute“, „Häs du die Zäng en de Häng“, „D‘r Buch”, „Nur met dir“ gingen mit auf sein Konto, dazu textete Peter fleißig auch an den neuen Songs mit.

Köln: Peter Kellershoff verlässt die Boore nach der Session 

Aber: Zuletzt machte auch die Gesundheit nicht mehr mit, denn Kellershoff hatte im September 2021 eine Operation zu überstehen. „Ich habe einfach zu viel geraucht“, gab der sympathische Musiker, der immer mit einer FC-Mütze am Schlagzeug sitzt, zu.

Damals mussten bei ihm die Arterien frei gemacht werden, er konnte keine 50 Meter mehr laufen. Er wandte sich damals mit einem dringenden Appell an die Fans: „Leute, lasst die Qualmerei. Es bringt wirklich nichts, wie man an mir sieht.“

Peter Kellershoff, Sclagzeuger der Boore, bei einem Auftritt.

Boore-Schlagzeuger Peter Kellershoff.

Leider hat sich dieser Zustand nicht sonderlich gebessert, sodass der Mann mit Spitznamen „Pipi“ noch einmal das Krankenhaus aufsuchen musste. „Es geht wirklich nicht mehr“, so der sympathische „Typ von nebenan“ zu EXPRESS.de.

Auch, weil er einen kleinen Sohn hat, möchte Kellershoff das Kapitel Boore für sich beenden und sich mehr der Familie und der Gesundheit widmen. Dazu die Band: „Da er natürlich ein Kind der Stadt ist und nicht ohne das rut un wiesse Lebensgefühl kann, wird er der Band weiter verbunden bleiben und vielleicht das eine oder andere Mal seine Jungs begleiten.“

Peter Kellershoff, ein Mann aus dem Leben: Nie hat er sich nur ganz auf die Musik verlassen, fuhr auch noch in der Session hauptberuflich auf dem Bock im Lkw und machte sich erst danach auf zu den Auftritten. Ein Leben sprichwörtlich auf der Überholspur. Nach der Session soll das anders werden – und das hat sich Pitter auch redlich verdient.

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