Kölner Band Vier Stunden OP: Sorge um Boore-Legende Peter Kellershoff

Schlagzeuger Peter Kellershoff von den Boore bei einem Auftritt

Boore-Schlagzeuger Peter Kellershoff, hier im Januar 2019, wurde im Klinikum Merheim vier Stunden lang operiert.

Peter Kellershoff, Gründungsmitglied der Kölner Band Boore, musste im Klinikum Merheim unters Messer und hat einen Appell.

Köln. Es ist ein Schlag in die Magengrube für Peter Kellershoff (57), aber auch ein eindeutiger Weckruf: Im Klinikum in Merheim wurden der Boore-Legende in einer vierstündigen Operation am Montag (13. September) mehrere Stents gesetzt – das Ergebnis einer monatelangen Prozedur.

Köln: Boore-Urgestein mit Anti-Rauch-Appell

Als EXPRESS.de Peter Kellershoff am Tag nach seiner Operation erreicht, wirkt der sonst so sympathische Künstler nachdenklich. „Ich habe es einfach übertrieben“, sagt er und erzählt seine Geschichte. „Schon vor fünf Jahren mussten bei mir die Arterien frei gemacht werden, weil sie durch das Rauchen komplett zu waren.“ Kellershoff hörte dann auch mit dem Qualmen auf. „Aber wie es so ist, habe ich dann wieder angefangen.“

Peter Kellershoff nach seiner OP im Klinikum Merheim

Peter Kellershoff grüßt nach seiner Operation am Montag (14. September).

Mit bösen Folgen: In den vergangenen Monaten konnte die Boore-Legende kaum mehr 50 Meter gehen. „Als ich im zweiten Stock in meiner Wohnung ankam, war ich fertig.“ Abermals schickte ihn ein Arzt zur dringend notwendigen OP. Kellershoff: „Es war wirklich alles zu, aber die Operation ist gut verlaufen.“ Er sagt eindringlich: „Leute, lasst die Qualmerei. Es bringt wirklich nichts, wie man an mir sieht.“

Nach dem neuerlichen Krankenhausaufenthalt hat es bei ihm jetzt „klick“ gemacht. „Ich habe einen sechsjährigen Sohn, für ihn möchte ich noch lange da sein. Das habe ich kapiert, denn es kann alles ganz schnell gehen. Ich bin und war akut gefährdet im Hinblick auf einen Schlaganfall und das werde ich jetzt ändern.“

In fast 25 Jahren hat Kellershoff mit seinen Boore keinen einzigen Auftritt verpasst – und das soll sich auch nicht ändern. „Ich werde übermorgen entlassen, mir geht es gut. Wenn alles passt, trete ich am Wochenende auf jeden Fall wieder mit auf.“ Denn der Session blicken Kellershoff und die Band voller Vorfreude entgegen. „Es macht wieder Spaß, vor Menschen zu spielen“, sagt er. Allerdings für Kellershoff ab sofort ohne die Zigarette danach, dafür aber wieder mit ganz viel Lebenslust.

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