Weiberfastnacht Das große Corona-Zittern: Kölner Traditions-Verein bangt um Zoch im Veedel

Jan Griet 2020

Das Spiel von Jan und Griet vor der Kölner Severinstorburg (hier Weiberfastnacht 2020) gehört zum Zoch traditionell dazu.

Das Reiterkorps Jan von Werth will den Zoch und das damit verbundene Jan & Griet-Spiel an der Severinstorburg in Köln für Weiberfastnacht 2022 absagen. 

Köln. Kölns jeckste Jahreszeit naht, doch kurz vor dem 11.11. sieht man aktuell mehr Fragezeichen auf der Stirn der Jecken, als es viele zugeben wollen.

Neben der steigenden Inzidenz sorgen aktuell einige Absagen für Diskussionsstoff unter den Karnevalisten: In Ehrenfeld wurde die Sessionseröffnung auf dem Lenauplatz abgesagt, auch die DKG Schäl Sick hat ihre Veranstaltungen in Deutz für 2022 komplett gestrichen. Begründung: Die anhaltende Ungewissheit und fehlende Planbarkeit in Corona-Zeiten bereiten den ehrenamtlich geführten Vereinen immer mehr Kopfzerbrechen.

Köln: Reiterkoprs Jan von Werth steht kurz vor Zoch-Absage an Weiberfastnacht

Für zusätzlichen Wirbel sorgte die kurzfristige Absage des Runden Tischs in Sachen Karneval und 11.11. mit Vertretern der am Karneval beteiligten Institutionen.  Die Stadt betont, dies sei nur aus organisatorischen Abläufen heraus geschehen. Denn aufgrund der guten Organisation gebe es einfach aktuell nichts zu besprechen.

Allerdings lässt jetzt eine weitere Absage aufhorchen: Die Traditionsgesellschaft Reiterkorps Jan von Werth hat in einer Mitteilung vom 26. Oktober an die Zug-Teilnehmer ihren traditionellen Zoch für Weiberfastnacht abgesagt. Damit verbunden, soll auch das berühmte Spiel mit Jan und Griet vor der Severinstorburg nicht stattfinden.

„Es stimmt, wir haben den Teilnehmern  mitgeteilt, dass wir darauf wohl verzichten müssen“, sagt Sprecher Martin Müser auf EXPRESS.de-Nachfrage. Gründe für die Absage wollte er nicht nennen und kommentieren.

Köln: Karnevalsvereine zunehmend nervöser in Corona-Pandemie

Dass wohl die hohen Auflagen und das Erstellen eines eigenen Hygienekonzeptes ausschlaggebend für die Absage sind, bestätigte Müser ebenfalls nicht. Dennoch soll es bei Jan von Werth Hoffnung geben, dass der erste Zoch des Straßenkarnevals eventuell doch noch stattfinden könnte. Müser: „Noch ist das letzte Wort nicht gesprochen. Wir sind noch in Gesprächen.“

Das aktuelle Beispiel zeigt: Die Ehrenamtler in den Vereinen sind derzeit zwar voller Vorfreude auf den Fastelovend. Aber mitten in der Corona-Pandemie herrscht noch große Nervosität vor dem, was da auf sie zukommt.

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