+++ EILMELDUNG +++ Fans sind extrem traurig Schock-Aus für Kölner Kultstätte – wird nach 57 Jahren geschlossen

+++ EILMELDUNG +++ Fans sind extrem traurig Schock-Aus für Kölner Kultstätte – wird nach 57 Jahren geschlossen

Kundin entsetztRassistisches Kostüm? Kölner Karnevals-Shop sorgt für Empörung

1/7

Ein Kölner Karnevals-Shop hat mit einem Kostüm für großes Entsetzen gesorgt. Ist das noch witzig oder einfach nur geschmacklos?

An Karneval in Köln gibt es immer viel zu sehen. Die zahlreichen Verkleidungen übertreffen sich jedes Jahr aufs Neue in Sachen Kreativität, Humor und Ausgefallenheit. Dabei werden auch gerne mal die Grenzen des guten Geschmacks ordentlich ausgereizt. Geht dieses Kostüm aber selbst für Karneval viel zu weit?

Eine entsetze Kundin hat da eine klare Antwort drauf. Im Kölner Kostüm-Shop Karnevalswierts auf der Gürzenichstraße 22 traute sie beim Durchstöbern der Regale ihren Augen kaum.

Kölner Karneval 2023: Ist dieses Kostüm noch zeitgemäß?

Erst kürzlich berichtete EXPRESS.de über die heftigen Diskussionen um eine fragwürdige Exhibitionisten-Verkleidung. Nun gibt es bereits den nächsten Karnevals-Aufreger.

Alles zum Thema Kostüm

So bietet der Kostüm-Shop Karnevalswierts eine schwarze Afro-Perücke an. Klingt zunächst harmlos. Doch der Zweck der Kopfbedeckung ist es nicht etwa, sich als 70er-Jahre-Discotänzer oder Atze Schröder zu verkleiden.

Eine schwarze Perücke als Karnevalskostüm mit der Verpackungsaufschrift „African Boy“. Auf dem Bild ist eine hellhäutige Frau abgebildet, die ihr Gesicht dunkelbraun geschminkt hat.

Das Karnevalskostüm „African Boy“ im Shop Karnevalswierts.

Stattdessen soll die Perücke dafür genutzt werden, sich als dunkelhäutige Person darzustellen. „African Boy“ steht als Kostüm-Name auf der Verpackung. Auf dem Bild ist eine offensichtlich hellhäutige Frau mit blauen Augen abgebildet, die sich ihr Gesicht dunkelbraun geschminkt hat.

Nehmen Sie hier an unserer EXPRESS.de-Umfrage teil:

„Klassisches Blackfacing“, findet die empörte Kundin und bezeichnet das Kostüm gegenüber EXPRESS.de. als „sehr fragwürdig“. Blackfacing bezeichnet das dunkelhäutige Schminken einer hellhäutigen Person. Der Begriff stammt ursprünglich aus den USA, wo in sogenannten „Minstrel Shows“ des 18. und 19. Jahrhunderts hellhäutige Darsteller und Darstellerinnen auf der Bühne Afroamerikaner und Afroamerikanerinnen karikierten.

Anfang des 20. Jahrhunderts wurden diese Shows in den USA als rassistisch anerkannt. In Großbritannien war das erst in den 1980er-Jahren der Fall, in Deutschland sogar erst vor einigen Jahren. Mit Blick auf Karneval 2023 stellt sich da die Frage: Ist eine solche Verkleidung wirklich noch zeitgemäß?

Der betroffene Shop wollte sich auf EXPRESS.de-Anfrage nicht dazu äußern. Klar ist, dieses Kostüm spaltet die Gemüter! Kostüme, auf die besser verzichtet werden sollte, finden Sie in unserer Bildergalerie oben. (gr)