Bei der Premiere des Kamelle-Festivals am 11.11. soll auch eine neue Band ihren ersten Auftritt feiern. Das Casting zu einer neuen Horn-Section läuft. Die Jury traf sich jetzt, um die ersten Bewerber-Videos zu sichten.
Ein lustiger Vogel und ein VollprofiNeue Band gesucht: Jurysitzung vor Kamelle-Festival
Das wird der perfekte Start in die fünfte Jahreszeit – unabhängig davon, ob das Wetter mitspielt oder nicht. Köln feiert den 11.11. komplett neu: Das Kamelle-Festival bringt Karneval, Festival-Vibes und Kneipenstimmung erstmals an einem Ort zusammen.
In der Halle Tor 2 sind zum Sessionsstart alle Jecken richtig, die möglichst viel Abwechslung erleben wollen. Köln erlebt das letzte Festival des Jahres mit drei Bühnen und einem Gefühl.
Kamelle-Festival steigt am 11.11. in der Halle Tor 2
Auf der Mainstage rocken die Top-Bands den kölschen Karneval. Die DJ-Stage bietet die angesagtesten DJs und DJanes an den Turntables. Auf der Karaoke- und Mitsingstage gibt es waschechten Kneipenkarneval zum Mitsingen und Mitmachen.
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Premiere feiert nicht nur das Kamelle-Festival. Am 11.11. wird auch eine neu zusammengestellte Band erstmals vor großem Publikum auf die Bühne gehen. Gemeinsam mit der GO GmbH findet deshalb ein großes Casting der besten Musikerinnen und Musiker statt.
Die Jury mit Mätropolis-Frontfrau Linda Teodosiu, Entertainer Guido Cantz, King-Loui-Sänger Max Rohde und Radio-Köln-Chefredakteur David Fernández traf sich jetzt, um die ersten Kandidaten unter die Lupe zu nehmen.
Die Formation soll auch nach dem Festival gemeinsam weitermachen und auf weiteren Bühnen gemeinsam mit DJs, Sängern und Acts für einen unverwechselbaren Sound sorgen. Wir gründen dabei keine klassische Karnevalsband. Stattdessen eine Formation, die gemeinsam mit DJs und Künstlern performt.

Copyright: Arton Krasniqi
Die Jury betrachtete die eingesandten Videos der Kandidatinnen und Kandidaten für die Horn-Section.
„So. Ich habe ’ne Posaune. Darf ich jetzt mitspielen, oder was?“, fragt ein Bewerber keck in seinem eingesandten Video. „Ein lustiger Vogel. Schon ein wenig behämmert. Aber das braucht’s auf der Bühne“, urteilt Cantz.
Als der nächste auf der Trompete richtig loslegt, ist Max Rohde ganz beeindruckt: „Der hat seine Hausaufgaben gemacht. Echt ein Vollprofi. Der ist gekauft.“ Ein Multiinstrumentalist zeigt in seinem Video, dass er gleich mehrere Instrumente beherrscht. Doch Linda Teodosiu zeigt sich skeptisch. „Die Idee ist gut, die Ausstrahlung noch weniger“, urteilt sie knallhart.

Copyright: Kamelle-Festival
Gesucht wird eine neue Band für das Kamelle-Festival.
Was alle Jurymitglieder eint: Die Idee, mehrere Karnevalsformate in einer Location zu einem Festival zusammenzufassen, halten sie für großartig. „Ich feiere gerne Straßenkarneval, gehe dann gerne in die Kneipen. Dadurch, dass wir auf so vielen Veranstaltungen spielen, sehe ich mir auch die Programme gerne an. Ich bin sehr variabel“, sagt King-Loui-Frontmann Rohde. „Ich versuche, im Karneval möglichst von allem etwas mitzunehmen.“
Linda Teodosiu gab sogar ehrlich zu, dass sie früher gar kein Feierbiest war. „Rosenmontag habe ich mir den Zug angeschaut. Aber wild gefeiert habe ich gar nicht“, sagt die Sängerin. Guido Cantz ist mit Freunden und einem umgebauten Puppenwagen, in den Kölschgläser hineingestellt werden konnten, losgezogen. Dabei war auch ein Kassettenrekorder. „Auf der Kassette waren Bläck-Fööss-Klassiker. Ist schon lange her, war aber ein Riesenspaß.“

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Beim Treffen sprach die Jury (Max Rohde, Guido Cantz, Linda Teodosiu und David Fernández, v.l.) auch über eigene Karnevalserlebnisse.
Beim Anschauen der Bewerbungsvideos mussten alle Jurymitglieder einräumen, dass sie kein Blasinstrument wie die Kandidaten beherrschen. Linda kann Klavier spielen, David ebenfalls. Max spielt Schlagzeug und Klavier. „Ich würde gerne ein Blasinstrument spielen. Damit kann man auch immer ein wenig angeben“, gab er zu.
Immerhin hat Guido fünf Jahre lang Blockflöte gelernt, dann zehn Jahre Klavier und Schlagzeug. „Ich würde gerne Dudelsack spielen können. Aber das ist schwer.“
