Ein Feuer-Inferno hat das „Haus Kreisch“ in Brühl-West verwüstet. Für die Wirtin ist es ein existenzieller Schlag, und die Karnevalisten der KG Brühl-West stehen vor gewaltigen Problemen.
Feuer in BrühlKult-Kneipe verwüstet – Karnevalisten verlieren ihr Zuhause

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Die Brühler Gaststätte „Haus Kreisch“ ist nach einem schweren Brand zunächst nicht mehr zu nutzen.
Das Feuer-Inferno in der beliebten Jecken-Kneipe „Haus Kreisch“ in Brühl: Seit dem Brand am Montagmorgen (14. September) herrscht große Bestürzung. Wolfgang Fritz, der Ehrenpräsident der KG Brühl-West, sprach von einem „schwarzen Montag“ für den gesamten Stadtteil.
Mit dem „Haus Kreisch“ ist das Lokal, wo die Karnevalsgesellschaft 1972 aus der Taufe gehoben wurde, auf unbestimmte Zeit unzugänglich. „Unser tiefes Mitgefühl gilt unserer Vereinswirtin Jessica La Porta, die praktisch ihre Existenz verloren hat“, äußerte sich Fritz.
KG Brühl-West: „Wir lassen euch nicht im Stich!“
Die Wirtin hatte den Betrieb erst im Juli 2025 übernommen. Zuvor hatte sie mit ihrem Gatten Luca und Ivonne Schott, der Eigentümerin des Hauses und Ehrensenatorin bei der KG, viel Geld, Arbeit und Herzblut in die Räumlichkeiten investiert. „Es lief sehr gut an, das Haus Kreisch war gut besucht und jetzt sollte auch noch die erste Dreigestirnssession dort stattfinden. Und dann passiert so etwas Schlimmes“, so Fritz fassungslos.
Er übermittelte den Gastronomen die besten Wünsche und viel Stärke und versprach die bedingungslose Hilfe von der KG Brühl-West. „Jessica, Ihr seid nicht allein und die KG West hat oft genug bewiesen, dass wir mit schwierigen Situationen fertig werden“, betonte der erfahrene Karnevalist. Man könne sicherlich mit anpacken, etwa bei der Beseitigung des Schutts oder bei kleineren Reparaturen, sobald die Experten von Polizei und Versicherung ihre Untersuchungen beendet haben.
Fritz gab zudem bekannt, dass alle für die Session angesetzten Veranstaltungen stattfinden werden. Man werde sich nach alternativen Orten umsehen, da die Wiederherstellung des Gebäudes wohl mehrere Monate dauern wird. Die Planungen für Ausweichquartiere seien bereits angelaufen, auch wenn noch nichts Konkretes feststehe.
Dies betrifft die Sessionseröffnung am 13. November, die Weihnachtsfeier der Gesellschaft am 12. Dezember und den Dämmerschoppen am 15. Januar 2027. Eine neue Hofburg, quasi die Heimatbasis für das Dreigestirn, muss nun ebenfalls gefunden werden. In der anstehenden Session werden die Tollitäten der Stadt von den Karnevalisten aus Brühl-West gestellt. Mit Sonja Rohrbach als „Prinz Sonja I.“ und Kristina Spreinat als „Bauer Kristina I.“ stammen zwei Mitglieder direkt aus der KG Brühl-West. Gemeinsam mit Kerstin Krips als „Jungfrau Kerstin I.“ von den Treuen Husaren formen sie das erste reine Damen-Dreigestirn in der Geschichte der Stadt.
Im „Haus Kreisch“, das ist sicher, kann in nächster Zeit nicht gefeiert werden. „Das gesamte Haus ist aufgrund der schwarzen Rauchablagerungen unbewohnbar – Totalschaden“, konstatierte Peter Berg, der Einsatzleiter der Brühler Feuerwehr, zu Beginn der Woche. Die Wehr war mit einem massiven Aufgebot vor Ort, um den Brand zu bekämpfen. Zur Ursache des Feuers in dem beliebten Lokal gab es zunächst keine Informationen.
Das „Haus Kreisch“ ist eine weithin bekannte Adresse. Die Gaststätte fungiert seit vielen Jahrzehnten als sozialer Mittelpunkt, und das weit über den Brühler Westen hinaus. Eröffnet wurde das Lokal im Jahr 1956 vom damaligen Kantinenpächter der Brikettfabrik Brühl. Die aktuellen Pächter sind für ihre „ehrlicher, gutbürgerlicher Küche“ und ihre Gastfreundschaft bei Veranstaltungen bekannt. (red)
