„Et Klimpermännche“ feiert 60. Geburtstag und 30-jähriges Bühnenjubiläum. Thomas Cüpper sorgt mit seinen Liedern für nostalgische Gefühle auf den Bühnen.
Dreifach-Jubiläum für Kölner OriginalAls „Et Klimpermännche“ bei Peter Brings direkt wieder auflegte

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Thomas Cüpper ist als „Et Klimpermännche“ ein echtes Original im Kölner Karneval. Als Einzelkünstler hat er in der Session über 100 Auftritte.
Thomas Cüpper ist als „Et Klimpermännche“ eine echte Größe im Kölner Karneval. Am 17. September 2026 feiert der Sänger mit einem Solo-Konzert im Rheinforum Wesseling gleich dreifaches Jubiläum.
Unter dem Motto „För et kölsche Hätz“ feiert der Krätzje-Sänger sein 30-jähriges Bühnenjubiläum, 30 Jahre Schwiegermutter und obendrauf auch seinen 60. Geburtstag, der am 9. September steigt.
Thomas Cüpper: Jubiläumskonzert steigt am 17. September
„Ich gebe zu, ich hatte mein 30-jähriges Bühnenjubiläum gar nicht so richtig auf dem Schirm. Erst als die Stadt Wesseling anrief und fragte, ob ich Lust hätte, dort ein Solo-Konzert zu geben, kam eins zum anderen. Ich fand die Idee toll, weil ich eine Woche vorher meinen 60. Geburtstag feiere. Da hat einfach alles gepasst“, freut sich Cüpper.
Seine musikalische Karriere startete der Musiker bereits mit fünf Jahren, als er zu Weihnachten ein Akkordeon geschenkt bekam. Kurze Zeit später kam die Heimorgel dazu. Bereits mit zwölf Jahren spielte er damit unter anderem auf der heimischen Kirmes in Sand.
„Als Alleinunterhalter hatte ich richtig gut zu tun und die Leute liebten es, wenn ich mir zur späten Stunde mein Akkordeon schnappte und Songs von Ostermann sang. Karneval war für mich zunächst kein Thema.“
Das änderte sich aber, als der damalige Festkomitee-Präsident Hans-Horst Engels durch Zufall Thomas Cüpper das erste Mal hörte. „Er war so begeistert von meiner Stimme, dass er mir sofort einen Auftritt bei der Prinzenproklamation und der Rundfunksitzung versprach. Und so stand ich erstmals 1998 bei der Proklamation im Gürzenich auf der Bühne und war plötzlich im Karneval angekommen.“

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Bereits mit zwölf Jahren spielte Thomas Cüpper als Alleinunterhalter mit Orgel unter anderem auf der heimischen Kirmes in Sand.
In den ersten Jahren wurde Cüpper immer von seiner Frau Kerstin, mit der er in diesem Jahr 30 Jahre verheiratet ist, gefahren. „Die Fahrten mit meiner Frau waren immer eine Herausforderung. Es gab noch keine Navis, sondern nur Faltpläne, bei denen man im Dunkeln nie wusste, wo man war. Ich werde nie vergessen, als wir zum ersten Mal zur Wolkenburg mussten und uns plötzlich die Straßenbahn entgegenkam.“

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Thomas Cüpper und seine Ehefrau Cerstin feiern am 26. Oktober 2026 ihren 30. Hochzeitstag.
Ein Erlebnis hat seine Frau bis heute nicht vergessen: „Da kam eine Dame auf mich zu und meinte: ‚Ich bewundere ihren Mann, der ist immer so liebenswert. Sie müssen eine sehr zufriedene Frau sein‘. In dem Moment kam Thomas um die Ecke und rief: ‚Haste den Scheck? Mach endlich voran, wir müssen zum nächsten Auftritt.‘ Zu der Dame sagte ich dann nur: ‚Wie sie sehen, bin ich nicht zufrieden.‘“
Wenn der Komponist in Erinnerungen schwelgt, gibt es jede Menge zu lachen, wie über seinen Auftritt bei der Senioren-Sitzung von Rocholomäus. „Mitten in meinem Auftritt entschlossen sich die Herrschaften zu einer Polonaise. An der Spitze eine Dame mit einem Gehgestell. Als die Dame vor der Bühne vorbeikam, habe ich sie im Spaß gefragt, ob man ihr die Räder geklaut habe. Da blieb sie stehen und erwiderte im tiefsten Kölsch: ‚Ne, mit der Räder bin ich immer op de Fress jefalle‘. Der Saal tobte, ich konnte vor Lachen nicht mehr singen und Willibert Pauels meinte nur: ‚Das baue ich ab sofort in meine Rede mit ein.‘“

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Thomas Cüpper ist auch immer eine feste Größe bei der Lachenden Kölnarena.
Peter Brings hat auch noch eine Erinnerung beizutragen. „Wir wollten Thomas als Gast für unsere Konzerte in der Kulturkirche in Nippes haben. Also griff ich zum Telefon, rief ihn an und sagte: ‚Hier ist der Pitter Brings, wir möchten mit dir ein Konzert machen‘.“ Weiter ist Kölns Kultrocker aber nicht gekommen, denn Cüpper antwortete nur: „Hier ist der Kaiser von China, mach et jot“ und legte auf. Erst der damalige Band-Manager hatte Erfolg.
Die kleinste Gesellschaft, vor der „Et Klimpermännche“ je gespielt hat, waren 2007 vier Personen. „Man fragte mich, ob ich auch in Lindau spielen würde. Ich hatte mich schon gewundert, warum ich statt 800 Mark die doppelte Gage bekommen sollte. Ich hatte einfach Lindau mit Linz verwechselt. Also bin ich zum Bodensee gefahren und habe bei der Hochzeit von Norbert Burger und seiner Claudia im Rathaus gespielt.“

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Kirchlich geheiratet haben Thomas Cüpper und seine Ehefrau Cerstin am 26. Oktober 1996.
Das kölsche Original ist auch seit Ewigkeiten fester Bestandteil der Lachenden Kölnarena. „Ich genieße die Auftritte dort. Natürlich ist bei einem Einzelkünstler nicht die Stimmung wie bei Brings oder Cat Ballou. Aber ich empfinde es als schön, wenn die ganze Arena schunkelt. Karneval ist für alle Generationen und die Lachende Kölnarena ist keine reine Jugendparty.“
Daher versteht er auch nicht den Schritt, den Auftritt der Traditionskorps zu streichen. „Dass sie sagen, wir schenken die zehn gewonnenen Minuten dem Nachwuchs, halte ich für totalen Blödsinn. Welcher Nachwuchs kann in der Arena zehn Minuten überleben, bevor er ausgepfiffen wird? Die Traditionskorps herauszuschmeißen, war kein guter Schachzug, da wieder ein Stück Tradition verloren geht“, sagt der Jubilar.
