Corona bremst Deiters aus Karneval in der Pandemie: Chef schmiedet entscheidenden Plan

Die Corona-Pandemie beutelt vor allem Einzelhändler derzeit heftig, auch Kostümhändler Deiters hat heftige Umsatzeinbußen. Dennoch plant Inhaber Herbert Geiss schon jetzt für die Nach-Corona-Zeit.

Corona-Inzidenzen in Köln und ganz NRW, die große Sorge bereiten.  Planungsunsicherheit im Hinblick auf Karneval allerorten. Viele Geschäfte vor dem finanziellen Aus: Das ist in knappen Worten umrissen die derzeitige Corona-Gemengelage. Die mit dem Kostümspezialisten Deiters auch den Marktführer der Branche trifft.

Er hoffe wie so viele andere auf einen Februar 2022, der dank bis dahin gesunkener Corona-Zahlen ein unbeschwertes Karnevalfeiern möglich mache, sagt Deiters-Chef Herbert Geiss. Wenn die Infektionszahlen dank der Impfungen zurückgingen, werde unter 2G- oder 2G-plus-Bedingungen sicheres Feiern ohne Ansteckungsrisiko möglich sein. Seine Hoffnung ist berechtigt, denn Corona hat auch die Deiters-Pläne schmerzhaft durchkreuzt.

Deiters: Corona bremst Expansion des Unternehmens

„Wir hängen in den Seilen“, berichtet Deiters-Chef Herbert Geiss am Mittwoch (8. Dezember) im EXPRESS-Gespräch – und meint das durchaus auch planerisch. Denn normalerweise hätte er im Zeitraum bis Januar/Februar 2022 „fünf neue Geschäfte eröffnet“, sagt Geiss: „Ich stehe ja gern mit dem Fuß auf dem Gas, aber bei 95 Prozent Umsatzrückgang gibt es keinen vernünftigen Grund, jetzt zu expandieren.“

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Wie der Deiters-Chef, der vor dem 11.11. einen Impfappell an die Menschen im Rheinland gerichtet hatte, EXPRESS.de weiter berichtet, sei die Planung in „Vor-Corona-Zeiten“ gewesen, fünf bis zehn Filialen pro Jahr neu zu eröffnen. Und zwar nicht nur im Rheinland und den angrenzenden Bundesländern. „Es gibt noch ganz viele Orte in Deutschland zu besetzen“, so Geiss. Und dann lockt ja auch noch das Ausland...

Von Anfang Oktober bis zum 11.11. seien die Geschäfte fast so gut gelaufen wie vor Corona, berichtet Geiss. Wegen Halloween und eben des Karnevalsauftaktes am 11.11. – nun drohe wieder ein Loch. 

Karneval in Köln: Deiters-Boss nennt die Kostümtrends

Trotzdem hätten die Deiters-Filialen ein ganz normales Sortiment, so Geiss, der gleich drei Kostümtrends nennt:

  • Kinder-Schoko-Bons. Geiss: „Am 11.11. gab es viele junge Mädchen, die selbstgenähte Kostüme in dieser speziellen Bonbon-Optik trugen.“ Nun gibt es die Verkleidungen auch fertig zu kaufen.
  • Rhythmusgymnastik. „Auch eine neue Merchandisinglinie“, sagt Geiss. Die vor allem Jogger, Sweatjacken und T-Shirts umfasst.
  • Gold und Silber. „Gerne als Blousonjacken mit und ohne Fransen“, erklärt Herbert Geiss.

Bei allem herrschenden Corona-Wirrwarr kann der Deiters-Chef seinen Mitarbeitern doch ein wenig Mut machen: Das Unternehmen sei finanziell solide aufgestellt und überstehe die Durststrecke. (mit dpa)

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