Die KG Seiner Deftigkeit Kölsche Boor hat zu ihrem 75-jährigen Bestehen erstmals ein Bauernerntedankfest gefeiert. Diese Veranstaltung soll nun zur festen Größe im Terminkalender werden.
Premiere zum JubiläumKölsche Boor ist plötzlich wieder mitten im jecken Geschehen

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Präsident Werner Klupsch von der KG Seiner Deftigkeit Kölsche Boor begrüßte Festkomitee-Präsident Lutz Schade (r.) am Sonntag (4. Oktober 2026) zur Premiere des Bauernerntedankfestes.
Im historischen Sachsenturm der Blauen Funken feierte die KG Seiner Deftigkeit Kölsche Boor am Sonntag (4. Oktober 2026) ihr 75. Jubiläum mit einem traditionellen Bauernerntedankfest. Diese Veranstaltung soll langfristig einen festen Platz im Terminkalender der KG erhalten.
Durch das neu ins Leben gerufene Veranstaltungsformat hat die KG einen großen Schritt in Richtung ihres Ziels gemacht, die Gesellschaft wieder für jeden Karnevalisten zu einer festen Größe zu etablieren.
KG Seiner Deftigkeit Kölsche Boor: Designiertes Dreigestirn feiert mit
„Ihr seid Menschen, die wissen, was den Karneval in Köln prägt und ausmacht. Jeder von euch hat in seiner Dreigestirnssession erlebt, welche Wirkmacht das Ornat und der kölsche Fastelovend in unserer Stadt haben“, sagte Festkomitee-Präsident Lutz Schade.
„Wenn wir darüber sprechen, wie der Karneval von morgen aussieht, dann steht oft die Frage im Raum, was sich verändern muss, um wieder junge Leute zu erreichen. Ich frage mich lieber: Was ist jetzt schon da und was lohnt es sich zu bewahren.“
Zum Jubiläum gab sich auch das designierte Kölner Dreigestirn die Ehre. „Da wir heute beim Kölschen Boor sind, brauche ich nicht viel Verzäll zu machen, denn ich weiß genau, ihr wollt ihn hören. Daher überlasse ich heute unserem designierten Bauern Alex das Mikrofon“, sagte Kölns künftiger Prinz Marius Wallenborn unter dem Applaus der Gäste.

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Auch das designierte Dreigestirn um Prinz Marius (M.), Bauer Alex (r.) und Jungfrau Johanna war beim Erntedankfest.
Dass Alexander Hagen schwaden kann, stellte er sogleich unter Beweis. „Wir sind gekommen, um euch heute zu eurem 75‑jährigen Bestehen zu gratulieren. Zwar wurde es in eurer Geschichte zwischendurch etwas ruhiger, aber jetzt seid ihr wieder mittendrin im Fastelovend.“
Die Vereinsgeschichte passe zu den Bauern. „Wir können uns zurücknehmen, aber wenn es darauf ankommt, stehen wir mittendrin. Liebe Ex-Bauern: Hut ab, was ihr in den vergangenen Monaten aufgebaut habt, und wo der Kölsche Boor heute wieder steht. Tausend Dank für euer Engagement.“

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Präsident Werner Klupsch (l.), Vizepräsident Volker Marx (r.) und Schatzmeister Werner Brauckmann ernannten Oskar Hamacher (M.) zum Ehrenmitglied.
Für seine Verdienste als Kölner Bauer ernannte Präsident Klupsch Oskar Hamacher zum Ehrenmitglied. Der 93-Jährige ist der älteste noch lebende Kölner Bauer. Zusammen mit seinen Freunden – Ex-Prinz Peter Neufert und Ex-Jungfrau Josefa (Josef Schneider) – stellte er aus den Reihen der Roten Funken in der Session 1960 das Dreigestirn.
Während Udo Hilgemann in seiner Laudatio die Geschichte des Kölsche Boor Revue passieren ließ, rundeten Torben Klein, die Band Bömmelöms und das Musikkorps des Treuen Husar die gelungene Premiere des Bauernerntedankfestes musikalisch ab.
