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Groß-Demo in KölnEmotionaler Protest – Menschenkette in der Innenstadt

Mehrere Tausend Menschen bekunden bei einer Demonstration in der Kölner Innenstadt ihre Solidarität mit den Protestierenden im Iran.

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Mehrere Tausend Menschen bekunden bei einer Demonstration in der Kölner Innenstadt am 29. Oktober 2022 ihre Solidarität mit den Protestierenden im Iran (hier auf dem Roncalliplatz vor dem Kölner Dom).

Aktualisiert:

Aus Solidarität zu den Protestbewegungen im Iran fanden am Samstag in Köln und Düsseldorf Kundgebungen und Demonstrationszüge statt.

Tausende Menschen haben am Samstag (29. Oktober 2022) in den beiden größten Städten in Nordrhein-Westfalen ihre Solidarität mit den Protestierenden im Iran bekundet.

In Köln begannen am Nachmittag in der Innenstadt drei Demonstrationen, darunter am Heumarkt und am Roncalliplatz. Insgesamt seien 6000 Teilnehmende angemeldet worden, erklärte ein Sprecher der Polizei.

6000 bei Iran-Demo in Köln – Menschenkette auf dem Heumarkt

Rund 1600 statt ursprünglich 500 angemeldeter Menschen fanden sich laut Polizei allein am Roncalliplatz ein und schlossen sich nach Abschluss ihres Aufzugs der Veranstaltung am Heumarkt an. Die Kölner Polizei sprach von insgesamt mehreren Tausend Demonstrierenden.

Auf dem Heumarkt versammelten sich um 18 Uhr die Teilnehmenden zu einer Menschenkette – viele hatten Kerzen dabei oder hielten die Taschenlampen ihrer Smartphones in den Kölner Abendhimmel.

In Köln hatten Demonstrierende unter anderem Transparente mit dem Protestslogan „Frau. Leben. Freiheit.“ dabei. Auf anderen Transparenten war in Köln „Justice for Iran„, „Free Iran“ oder auch „Nieder mit der Diktatur“ zu lesen.

Protest auch in Düsseldorf: 3000 Menschen ziehen durch die Innenstadt

In Düsseldorf gingen ebenfalls zahlreiche Menschen auf die Straße, um Solidarität mit den Protestierenden im Iran zu bekunden. Nachdem der Veranstalter zunächst 750 Teilnehmende angemeldet hatte, zogen am Samstagnachmittag laut Polizei ungefähr 3000 Menschen durch die Düsseldorfer Innenstadt. Auch dieser Aufzug sei friedlich und ohne besondere Vorkommnisse verlaufen, sagte ein Sprecher der Polizei.

Der Auslöser für die Massenproteste im Iran war im September der Tod der 22-jährigen iranischen Kurdin Mahsa Amini. Die Sittenpolizei hatte die junge Frau festgenommen, weil sie gegen die islamischen Kleidungsvorschriften verstoßen haben soll.

Seit ihrem Tod protestieren landesweit Tausende Menschen gegen den repressiven Kurs der dortigen Regierung sowie das islamische Herrschaftssystem. Die Vereinten Nationen haben sich „zunehmend besorgt“ über Berichte von Toten bei den Protesten im Iran gezeigt. (mt/dpa)

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