Hochwasser Rheinpegel in Köln schnellt in die Höhe – wichtiger Uferbereich gesperrt

Der Rheinpegel in Köln (hier ein Foto vom 8. Februar 2022) ist aufgrund des Regens am Wochenende rasant angestiegen.

Der Rheinpegel in Köln (hier ein Foto vom 8. Februar 2022) ist aufgrund des Regens am Wochenende rasant angestiegen.

Kölnerinnen und Kölner müssen damit rechnen, dass der Rhein am Dienstag noch weiter steigen wird. Die Uferwege am Rhein sind bereits voll Wasser und teils sogar gesperrt.

Durch den zahlreichen Regen am Wochenende ist der Pegel des Rheins am Samstag und Sonntag (9. und 10. April) in Köln um mehr als drei Meter gestiegen.

Am Montagmorgen (11. April) wurde am Rhein ein Wasserstand von 5,74 Meter Kölner Pegel gemessen. Am Freitagmorgen lag dieser noch bei etwas mehr als 2,50 Meter. Einige Uferwege, wie der Rheinboulevard in Deutz, sind bereits gesperrt.

Köln: Rheinpegel in die Höhe geschnellt – Deutzer Boulevard gesperrt

Der Wasserstand am Pegel Köln steigt derzeit mit 2 bis 3 cm pro Stunde an. Laut der Kölner Stadtentwässerungsbetriebe (StEB) zufolge wird der Rheinpegel aber im Laufe des Tages auf maximal sechs Meter ansteigen und in den kommenden Tagen wieder fallen.

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Für Dienstag (12. April) wird laut StEB ein Rheinwasserstand von etwa 5,90 Meter erwartet. Hochwasser gilt in Köln aber erst bei einem Pegelstand von 6,20 Metern.

Der Rheinboulevard in Köln-Deutz wurde am Montag (11. April) vorsorglich gesperrt.

Der Rheinboulevard in Köln-Deutz wurde am Montag (11. April) vorsorglich gesperrt.

Ab dann dürfen Schiffe nur noch mit geringer Geschwindigkeit über den Rhein fahren. Dazu wird es allerdings laut Vorhersage nicht kommen.

Diese Maßnahmen gelten in Köln je nach Rheinpegelstand:

  • 8,30 m: Hochwassermarke II Schifffahrt wird eingestellt
  • 8,20 m: Aufbau der mobilen Schutzwand in Porz-Zündorf
  • 8,10 m: Die Promenade der Altstadt wird angeflutet. Erste Hochwassertore in der Altstadt müssen geschlossen sein
  • 8,00 m: Viele Schieber im Kanalnetz werden bedient; 22 Hochwasserpumpwerke sind in Betrieb
  • 7,50 m: Die „große Hochwasserschutzzentrale“ mit DLRG, THW und Polizei nimmt ihren Dienst auf
  • 7,00 m: Großes Schieberprogramm im Kanalnetz; zwölf Hochwasserpumpwerke sind in Betrieb; im Rodenkirchener Auenviertel werden erste mobile Wände aufgebaut. In Zündorf wird die Groov geflutet
  • 6,70 m: Die Campingplätze in Rodenkirchen und Poll müssen geräumt sein.
  • 6,60 m: Das Hubtor in Rodenkirchen (18 m breit und 4,70 m hoch) muss hochgefahren sein
  • 6,50 m: Das Hochwassertelefon wird eingerichtet
  • 6,30 m: Der Parkplatz an der Bastei ist überflutet
  • 6,20 m: Hochwassermarke I Schifffahrt wird eingeschränkt
  • 5,50 m: Erste Stufen der Freitreppe am Rheinboulevard sind überflutet (als)

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