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Hilfe!"Ratten wüten in unserem Familiengrab"

Copyright: Lisa Zehner Lizenz

Jutta Gerlach (63) ist verzweifelt. Wenn sie das verwüstete Grab ihres Mannes sieht, kommen ihr die Tränen.

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Köln – „Wenn ich mir vorstelle, dass die da unten bei meinem Jupp rumlaufen - einfach schrecklich“, schluchzt Jutta Gerlach. Die 63-jährige Witwe weiß nicht mehr weiter. Das Familiengrab ihres Mannes auf dem Westfriedhof ist von Ratten befallen.

Vor zwei Jahren ist ihr Mann gestorben, 40 Jahre waren sie verheiratet. Ein schwerer Verlust für Jutta Gerlach. Regelmäßig besuchte sie das Grab und pflegte es liebevoll.

Dann, kurz vor Weihnachten, der Schock: „Ich kam an das Grab und alles war verwüstet. Der Grabstein war mit Erde beschmiert, so dass man die Inschrift nicht mehr lesen konnte. Die Pflanzen waren lose, die Erde ganz durchwühlt.“

Erst dachte sie an Randalierer, doch schnell stand fest: Hier waren Tiere am Werk. Die Witwe holte den Friedhofsgärtner. „Ich stellte mich auf das Grab um zu zeigen, dass durch die unterirdischen Gänge die Erde nachgibt. Plötzlich sackte ich bis zum Oberschenkel ein. Und dann sprang direkt neben mir eine Ratte aus einem Loch und rannte davon.“ Der Schreck saß tief. „Ich habe die Löcher alle zugeschüttet. Aber sie kamen immer wieder.“

Hilfesuchend wandte sie sich an den Friedhofsgärtner. „Er sagte, da müsste man sehen, was man machen kann. Aber es passierte einfach nichts.“

Offenbar ein Kommunikationsproblem, denn auf EXPRESS-Anfrage erklärte Manfred Kaune, Chef des Grünflächenamts: „Die Mitarbeiter haben im Bereich des Grabes den Boden verdichtet und auch schon einmal Gift ausgelegt. Leider hatte das bisher keinen Erfolg. Aber sie sind weiter dran und versuchen, das Problem zu lösen. Auf Friedhöfen gibt es häufig Probleme mit Kaninchen, Ratten sind eher seltener.“

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