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Gänsehaut in der PhilharmonieGenesis-Legende schickt Köln auf Zeitreise

24.052026, Köln: Konzert von Steve Hackett und Band in der Kölner Philharmonie.

Copyright: Dirk Borm

Der ehemalige Genesis-Gitarrist Steve Hackett spielte am 24. Mai 2026 in der Kölner Philharmonie.

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Gänsehaut in Köln: Steve Hackett schickt Fans auf Zeitreise.

Gänsehaut-Stimmung in der voll besetzten Kölner Philharmonie! Gitarren-Legende Steve Hackett nahm seine Fans mit auf eine Reise in die fantastische Welt des Prog-Rock – und sorgte für einen echten „Wie bitte?!“-Moment.

Ein Sopransaxofon steigt empor, bis wuchtige Orgelklänge seinen Flug abrupt beenden. Nach diesem düsteren Auftakt erscheint Steve Hackett – mit dunklen, halblangen Haaren und leicht gebeugter Statur, ansonsten wie immer – und stimmt auf seiner E-Gitarre das Leitmotiv für seinen musikalischen Gruselfilm an.

Prog-Rock: Eine Reise in die Vergangenheit?

Die Geschichte, die Sänger Nad Sylan mit ausdrucksstarker Gestik vorträgt, erzählt von einem hinterhältigen Plan eines Schauspielers, die Hauptrolle und das Leben seines Kollegen zu stehlen. Das Stück „Devil’s Cathedral“, mit dem Hackett den Abend in der ausverkauften Philharmonie in Köln einläutete, ist erst fünf Jahre alt. Dennoch passt es perfekt zu den epischen Werken, mit denen der frühere Genesis-Gitarrist in den 70ern sein Publikum in Fantasiewelten entführte.

Mit seinen Fantasy-Motiven, ausgedehnten Soli und sinfonischen Songstrukturen könnte Progressive Rock, oder Prog-Rock, kaum unmoderner wirken. Doch war es nicht schon immer das Markenzeichen dieses Genres, wie aus einer anderen Epoche zu klingen?

Der Gitarrenvirtuose ist daher die ideale Figur für diese Musikrichtung: Er verließ Genesis, als die Band ihren Weg in Richtung Popmusik einschlug. Auf seinen eigenen Alben begeisterte er stattdessen weiter mit technisch ausgefeilten und zugleich melodiösen Gitarrensoli, die so mitreißend wie Arien sind.

24.052026, Köln: Konzert von Steve Hackett und Band in der Kölner Philharmonie.

Copyright: Dirk Borm

Steve Hackett mit seiner Band in der Kölner Philharmonie

Die erste Stunde des Abends war seinem Solomaterial gewidmet, darunter das flotte „Ace of Wands“ von seinem Tarot-inspirierten Debüt „Voyage of the Acolyte“ und das ruhigere „Shadow of the Hierophant“. Letzteres leitete Hackett mit einem beeindruckenden Fingertapping-Solo ein – eine Technik, die später auch Eddie Van Halen für sich entdeckte. Der Gitarrist witzelte, das Stück sei entstanden, als er noch in seiner „Boyband“ war: „Einmal Boyband, immer Boyband.“

Nach der Unterbrechung folgten dann ausschließlich Stücke aus der frühen, fantasievollen Genesis-Ära. Bei „The Cinema Show“, „Firth of Fifth“ und „Supper’s Ready“ erreichte die fünfköpfige Band die Wucht eines großen Orchesters. Das Publikum, das Steve Hackett schon zu Beginn gefeiert hatte, erhob sich nach jedem Lied von den Plätzen. Dabei entlockte er seinem Instrument die Klänge einer Sirene, einer Leier oder einer brachialen Rock-Gitarre.

An diesem Abend schien jede Eigenheit erlaubt und alles erreichbar. Die 50-, 60- und 70-jährigen Zuschauer reisten für einen Moment zurück in das Narnia ihrer eigenen Jugend. Einfach magisch. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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