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„Noch einmal Köln sehen“Gänsehaut-Aktion: Letzter Wunsch von sterbenskranker Karin rührt zu Tränen

Schifffahrt am Köln-Panorama entlang

Letzter Wunsch: Karin (r.) und Ehemann Uwe fuhren auf der MS Loreley am Köln-Panorama vorbei.

Es war eine Aktion, die Gänsehaut verursacht: „Noch einmal vom Schiff aus die Domtürme sehen“. Dieser Wunsch wurde der schwer kranken Karin nun erfüllt.

von Bastian Ebel (bas)

Es ist schön an diesem Tag in Köln: Ein paar Wolken ziehen am blauen Himmel vorbei, das Altstadt-Panorama türmt sich erhaben auf und im Hintergrund wacht der Dom, damit auch alles seine Ordnung hat.

Fast scheint es so, als hätte sich die Köln-Skyline für Karin besonders hübsch gemacht. Denn Karin ist unheilbar krank. Und so kommt es an diesem Tag zu einer wunderschönen Aktion, die die Schönheit des Lebens zeigt. Aber auch, wie es einmal enden wird.

Verein „Hits fürs Hospiz“ erfüllt letzten Wunsch von Karin auf der MS Loreley

„Ich würde gerne noch einmal mit dem Schiff an Köln vorbeifahren“, hatte Karin in einer Visite im Hospiz des Bensberger Vinzenz-Pallotti-Hospitals erzählt. Sie selbst war Mitarbeiterin im Hospiz, ehe ihre eigene Krankheit ausbrach und sie sich nun in die liebevolle Obhut der Kolleginnen und Kollegen begab.

Liegendwagen der Malteser in Köln

Mit einem Krankenwagen wurde Karin ans Kölner Rheinufer gebracht, liebevoll geschmückt mit einem Herzballon.

Diese hatten bei der Visite ganz genau zugehört – und erfüllten Karin nun ihren letzten Wunsch. So kam die Aktion „Herzenswünsche erfüllen“ ins Spiel, die vom Verein „Hits fürs Hospiz“ ins Leben gerufen wurde. Schnell wurde der nötige Liegendtransport der Malteser aus Köln vermittelt – und so konnte Karin mit Ehemann Uwe an Board der MS Loreley den absoluten Spitzenplatz mit Blick auf Köln ergattern.

Zwei Mitarbeiterinnen des Hospizes waren ebenfalls dabei. Zudem spendierte die Köln-Düsseldorfer Tickets für alle. „Sekt und Pommes“ standen auf der Speisekarte, als es am Kölner Dom vorbei ging. Ein ergreifender Moment – mach et jot, leeven Dom!

„Wir bieten öfter solche Aktionen an“, sagt Paul Falk (74), Vorstand des Vereins „Hits fürs Hospiz“. Seit 2007 veranstaltet er unter anderem in Bergisch Gladbach Konzerte (die Bläck Fööss waren auch schon dabei), um Spenden für unterschiedliche Hospize zu sammeln. 1,2 Millionen Euro kamen so bislang in 15 Jahren zusammen.

Hits fürs Hospiz sucht dringend Menschen, die im Verein mitarbeiten

„Wir suchen für unsere Arbeit händeringend Menschen, die sich engagieren wollen“, sagt Falk im EXPRESS.de-Gespräch. „Denn es gibt viel zu tun und die Arbeit wird nicht weniger.“

Zum Beispiel die Organisation von Konzerten. „Ich merke selbst, dass es mir zu viel wird. Und so viele Leute sind wir nicht im Verein.“ Zum Beispiel die Erfüllung des letzten Wunsches von Karin dürfte für viele Mühen in einem wichtigen Verein entschädigen. Gute Reise, Karin!