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Zugriff am Flughafen Köln/BonnTerror-Verdacht! Mutter warnt Behörden vor ihrem Sohn

Terror-Verdacht 2017 am Köln/Bonner Flughafen: Im Terminal 2 griffen die Bundespolizisten im Wartebereich von Gate 20 kurz vorm Boarding zu.

Terror-Verdacht 2017 am Köln/Bonner Flughafen: Im Terminal 2 griffen die Bundespolizisten im Wartebereich von Gate 20 kurz vorm Boarding zu.

Die Passagiere von Flug UJ5491 der ägyptischen „AlMasria Universal Airlines“ warteten am Freitag darauf, in ihre Maschine nach Hurghada (Ägypten) einsteigen zu können, als der blitzschnelle Zugriff erfolgt.

Köln. Plötzlich laufen Bundespolizisten zum Gate 20 im Terminal 2 des Köln/Bonner Flughafens. Sie greifen sich einen Mann und nehmen ihn vorläufig fest – Terrorverdacht!

Jan V. (Name geändert) wird zur Wache gebracht, der Staatsschutz verständigt.

Terrorverdacht am Flughafen Köln/Bonn: Mutter des Verdächtigen verständigte Polizei

Der Grund: Jans Mutter hatte im Düsseldorfer Polizeipräsidium angerufen und gemeldet, dass ihr Sohn durch den Islamischen Staat (IS) radikalisiert worden und nun auf dem Weg nach Ägypten sei. Sein Flug würde zeitnah in Köln starten.

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Nach den Schilderungen der Mutter ordnen die Ermittler Jan V. direkt in die „Gefährder-Risikostufe 5“ ein. Stufe 6 ist die höchste.

Die Beamten rufen bei der Bundespolizei am Flughafen Köln/Bonn an. Sie fragen, wann die nächsten Flieger nach Ägypten abheben und ob Jan V. auf einer der Passagierlisten erfasst ist.

Und tatsächlich: Der Gesuchte hat gerade die Passkontrolle passiert und sitzt in der Wartezone von Gate 20 im Sicherheitsbereich.

Terror-Verdacht in Köln: Warum plante Verdächtiger Flug nach Ägypten?

Nach seiner Festnahme ist schnell klar, dass Jan V. diesen Urlaubsflieger nicht mehr kriegen wird. Der Koffer des Düsseldorfers wird gesucht und ebenfalls zur Wache gebracht. Die Beamten beginnen mit der Vernehmung.

Auch als die Maschine mit knapp 50 Minuten Verspätung gegen 18 Uhr in Richtung Ägypten abhebt, sitzt Jan V. wie erwartet immer noch hinter der blickdichten Milchglasscheibe der Wache am Flughafen Köln/Bonn – und wird befragt.

Kein Terror: Junger Mann wollte nur in den Urlaub

Knapp zweieinhalb Stunden später dann die Wende. „Wir haben in seinem Koffer Kleidung und Badesachen gefunden. Er wollte wohl in Ägypten wirklich abtauchen... Allerdings als Tourist und nicht als Terrorist“, sagt eine Sprecherin der Bundespolizei.

Auch sonst gab es keinerlei Hinweise auf eine Radikalisierung oder Terrorgefahr. So wurde Jan V. noch in der Nacht entlassen.

Wie seine Mutter auf ihren Verdacht und ob Jan V. doch noch ans Rote Meer kam, blieb unklar. Auf jeden Fall dürfte das Verhältnis zwischen ihr und ihrem Sohn nun ziemlich angespannt sein.