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EXPRESS auf SpurensucheDer Geisterbus aus dem Gremberger Wäldchen

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Nur noch ein Metall-Gerippe: der Bus am Rande des Gremberger Wäldchens.

Köln – Keiner weiß so genau, seit wann der Bus da steht. Mindestens 30 Jahre müssen es aber sein. Keiner weiß, wer ihn da abgestellt hat. Und gekümmert hat sich bisher auch keiner um ihn. Fest steht: Am Rande des Gremberger Wäldchens rostet er vor sich hin. Kölns verrückteste Bushaltestelle.

Für die Anwohner ist es ein ganz gewohntes Bild: Umringt von Bäumen, mit rausgerissenen Sitzen – hier in Poll hat der Bus seine Endhaltestelle. Seit Jahrzehnten. Die nächste Straße ist mehrere Hundert Meter entfernt. Und nach so langer Zeit hat jeder seine eigene Theorie über den mysteriösen Bus entwickelt.

Mustafa geht seit sechs Jahren mit seinem Hund an diesem Bus vorbei. „Ich weiß, dass hier früher eine Straße verlief und dass hier in der Nähe ein Mädchen vergewaltigt und getötet wurde. Aber hat das alles was mit diesem Bus zu tun? Ich weiß es nicht“, sagt der 16-Jährige.

„Der Bus stand schon hier, da ging ich noch zur Schule. Das ist über 30 Jahre her“, sagt Maria Luise. Die 51-Jährige hat einen Schrebergarten in der Nähe. „Ich habe damals gehört, dass dieser Bus wohl gestohlen wurde und dann hier in der Nähe ausgebrannt ist“, erzählt sie. „Damals wuchsen noch keine Bäume in der Nähe.“

Gegenüber EXPRESS zeigten sich die zuständigen Behörden überrascht. Beim Ordnungsamt wusste man nichts vom ausgebrannten Bus aus Poll, versprach aber, der Sache nachzugehen. Beim Grünflächenamt fühlte man sich für den Bus nicht verantwortlich. Die Experten vom TÜV konnten nur schätzen: „Vermutlich ist es ein Linienbus aus dem Ende der 70er Jahre von der Firma MAN oder Mercedes“, sagte TÜV-Sprecher Jürg Meyer.

Nicole Schulze war 24 Jahre alt, als sie 2004 auf dem Straßenstrich an der Geestemünderstraße anfing.
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