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DrohnenkriegKölner Unternehmen schließt nächsten Rüstungsdeal ab

Eine Drohne startet in den Himmel

Copyright: Tytan Technologies

Deutz baut das Rüstungsgeschäft kontinuierlich aus und beteiligt sich am Drohnenspezialisten Tytan Technologies.

Das Kölner Unternehmen Deutz beteiligt sich an Münchener Hightech-Firma.

Der Kölner Traditionskonzern Deutz mischt künftig bei der Drohnenabwehr mit!

Die älteste Motorenfabrik der Welt – 1864 gegründet und bis heute in Köln zu Hause – hat eine strategische Partnerschaft mit dem Münchener Deep-Tech-Unternehmen Tytan Technologies vereinbart.

Deutz steigt ins Drohnen-Abwehr-Geschäft ein

Und Deutz geht noch einen Schritt weiter: Die Kölner beteiligen sich auch finanziell an dem Drohnenspezialisten.

Gemeinsam wollen die beiden Unternehmen moderne Energie- und Antriebslösungen für Drohnenabwehrsysteme entwickeln.

„Mit der Partnerschaft und Beteiligung an Tytan Technologies bauen wir unsere Position als Anbieter moderner Antriebs- und Energiesysteme im Verteidigungssektor weiter aus. Tytan Technologies bringt herausragendes Know-how in KI-gestützter Drohnenabwehr ein“, erklärt Deutz-Chef Dr. Sebastian Schulte.

Auch auf der anderen Seite ist man begeistert. Balázs Nagy, CEO und Mitgründer von Tytan Technologies: „Deutz wird uns mit Industriewissen und Kapazitäten unterstützen, um unsere Lieferkette europäisch abzusichern, und die Produktion weiter hochzufahren. Wir glauben fest an die Synergieeffekte, die sich aus der Zusammenarbeit mit einem starken Industriepartner wie Deutz ergeben.“

Tytan Technologies sitzt in München und hat eine klare Mission: den europäischen Luftraum durch kostengünstige und autonome Systeme vor Drohnenangriffen zu schützen. Das Unternehmen setzt dabei auf künstliche Intelligenz, modulare Hardware und vernetzte Systeme.

Für Deutz ist es nicht der erste Schritt in Richtung Verteidigung: Bereits zuvor hatte das Unternehmen den Antriebsspezialisten Sobek übernommen und eine strategische Partnerschaft mit ARX Robotics geschlossen. Der Kölner Konzern beschäftigt weltweit rund 6000 Mitarbeiter und erzielte 2024 einen Umsatz von rund 1,8 Milliarden Euro.

Rüstungsinvestition von Deutz sorgt auch für Kritik

Dass die Motoren-Ikone aus Köln in die Rüstungsindustrie investiert, sorgte laut „Welt“-Bericht nach der Übernahme des Antriebs- und Steuerungsspezialisten Sobek auch für Sorgen innerhalb der Belegschaft.

„Da kommen kritische Fragen“, berichtete Schulte damals. „Werden wir jetzt zum Waffenhersteller?“, sei eine davon gewesen. Da könne er aber beruhigen. „Nein, wir sind kein Waffenhersteller, sondern ein Anbieter von Antriebssystemen mit jetzt einer Dual-Use-Erweiterung.“ Mit „Dual  sind Technologie und Produkte gemeint, die sowohl für zivile als auch für militärische Zwecke genutzt werden können. Diejenigen, die am Band stehen und fertigen, seien zudem daran interessiert, Beschäftigung zu haben, so der Deutz-Chef.

Im August 2025 zogen zudem Aktivisten und Aktivistinnen des Antikriegs-Bündnisses „Rheinmetall entwaffnen“ vor das Hauptgebäude der Deutz AG in Köln und demonstrierten. (mt)

Der öffentliche Nahverkehr ist bereits im Januar in großen Teilen Nordrhein-Westfalens durch einen Warnstreik zum Erliegen gekommen, auch in Köln.

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