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Schuld an Mutationen? Impfdialog in Köln: „Doc Caro“ schießt gegen Impfgegner

Die Ärztin Dr. Carola Holzner sitzt in einem Fernsehstudio.

Dr. Carola Holzner, hier auf einem Foto im Dezember 2020, ist als Gesundheitsbloggerin „Doc Caro“ bekannt. 

Um Impfskeptiker zu erreichen, laden Volkshochschulen in NRW zum Impfdialog ein. Henriette Reker, Karl-Josef Laumann und „Doc Caro“ erklärten beim Auftakt in Köln die Bedeutung der Impfungen.

Köln. Mehr Aufklärung über die Corona-Schutzimpfung. Das ist das Ziel der Volkshochschulen in Nordrhein-Westfalen. In Form von Impfdialogen sollen vor allem Skeptiker umfangreich informiert werden.

Im Forum der Volkshochschule Köln startete das Programm am Mittwoch (1. September) mit einer Auftaktveranstaltung. Als Gäste waren die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker, NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann, Gesundheitsbloggerin Dr. Carola Holzner, bekannt als „Doc Caro“, sowie Celia Sokolowski von der Volkshochschule mit dabei.

Start der Impfdialoge an Kölner Volkshochschule

In NRW sind bereits 63 Prozent der Menschen vollständig geimpft. Die Bereitschaft könne aber noch höher sein, betonte Reker.

Alles zum Thema Henriette Reker

Im Fokus der Impfdialoge, die nun in 120 Volkshochschulen in NRW stattfinden sollen, stehen die Fragen der Bürger zu den Impfungen. Denn ungeklärte Fragen führen zur Skepsis der Menschen, erklärte Sokolowski.

Die Fragen der Zuschauer thematisierten ein breites Feld. An Carola Holzner richtete sich die Sorge um Langzeitschäden der Impfung. Sie hielt klar die drohenden Langzeitschäden einer tatsächlichen Infektion in Form von „Long Covid“ dagegen. Schäden nach der Impfung seien statistisch sehr unwahrscheinlich. Auch die Bedenken um eine mögliche Unfruchtbarkeit nahm sie einer Zuschauerin. Frauen mit Kinderwunsch werde sogar zu einer Impfung geraten, betonte sie. Nur für schwangere Frauen gebe es noch keine Empfehlung.

„Doc Caro“ in Köln: Ungeimpfte sind der Grund für Mutationen

Auch die Dauer des Impfschutzes wurde thematisiert, vor allem mit Blick auf die mutierten Varianten. Hier hatte Holzner eine klare Aussage: „Ungeimpfte sind der Grund, warum Mutationen überhaupt auftreten. Eine Mutante hat nur die Möglichkeit, sich zu entwickeln, wenn das Virus die Möglichkeit hat, sich zu vermehren.“ Über die Dauer des Impfschutzes werde jedoch noch geforscht. Eine dritte Impfung werde aber nach sechs Monaten empfohlen.

Die Lage in den Schulen war ebenfalls Thema der Diskussion. Viele Grundschulkinder befinden sich in NRW schon so kurz nach den Ferien wieder in Quarantäne. Auch hier verwies Holzner wieder auf die Impfungen. Es sei wissenschaftlich bewiesen, dass geimpfte Eltern ihre Kinder schützen, die aufgrund ihres Alters noch keine Immunisierung bekommen können.

Volkshochschulen in NRW wollen Impfskeptiker überzeugen

„Gesundheit ist das Wichtigste, was wir haben. Wenn mich ein Pieks vor dem Krankenhaus schützt, ist es das Beste, was ich machen kann. Und ich schütze andere“, fasste Holzner die Bedeutung der Impfung zusammen.

Lauman betonte vor allem die Lage auf den Intensivstationen. 84 Prozent der Intensivpatienten seien nicht geimpft. „Da verstehe ich nicht, warum sich manche nicht impfen lassen.“ Henriette Reker erklärte: „Die Wissenschaft zeigt, dass es gefährlicher ist, sich nicht impfen zu lassen als sich impfen zu lassen.“

Die Volkshochschulen in NRW können durch ihre flächendeckende Verbreitung die unterschiedlichsten Zielgruppen erreichen. Die Impfdialoge sollen helfen, den Menschen über Informationen die Angst vor der Impfung zu nehmen, betonte Sokolowski.

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