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Kölner VolksfestNach Beschwerdewelle: Deutzer Kirmes wird massiv verändert

Menschen laufen über die Deutzer Kirmes.

Copyright: Martina Goyert

Die Deutzer Kirmes, hier am 2. November 2022, wird im Jahr 2023 an deutlich weniger Tagen stattfinden als zuvor.

Aktualisiert:

Die Stadt greift durch und verkürzt die Deutzer Kirmes 2023 um mehr als eine Woche. Damit wird auf die Beschwerdewelle reagiert, die im vergangenen Jahr losgetreten wurde.

Die Deutzer Kirmes gehört für viele Menschen in und um Köln zum Frühjahr und zum Herbst dazu. In diesem Jahr wird sie jedoch so ganz anders als zuvor – nämlich deutlich kürzer.

Die Stadt hat gegenüber EXPRESS.de bestätigt, dass die Volksfeste 2023 weniger Tage zur Verfügung haben. Die Gründe sind dafür sind vielfältig.

Deutzer Kirmes wird 2023 um acht Tage verkürzt – aus diesen Gründen

Im vergangenen Jahr fand die Kirmes am Deutzer Rheinufer nach zwei Jahren Corona-Pause rund um die Osterzeit vom 16. April bis zum 1. Mai 2022 statt. Im Herbst wurden die Fahrgeschäfte dann vom 28. Oktober bis zum 6. November 2022 eröffnet. Insgesamt konnten die Menschen in Köln die Deutzer Kirmes an 26 Tagen besuchen. 2023 wird diese Anzahl deutlich gedrosselt – auf gerade einmal 18 Tage.

Ein Sprecher der Stadt sagt dazu: „Als Reaktion auf massive Bürgerbeschwerden und eine Eingabe bei der Bezirksregierung im vergangenen Jahr wurde ein Lärmgutachten erstellt. Daraus ergab sich, dass nur noch für 18 Tage eine Genehmigung erteilt werden kann.“ Wie diese Tage auf Frühlings- und Herbstvolksfest aufgeteilt werden, bliebe die Entscheidung der Veranstalter.

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Im vergangenen Jahr häuften sich die Beschwerden von Anwohnerinnen und Anwohnern, die Bürgerinitiative Deutzer Werft wandte sich beispielsweise mit einem Brandbrief an die Stadt. So wurde unter anderem die Lautstärke der Kirmes an sich, aber auch die der feiernden Gruppen rund um die Wohngebiete auf der Schäl Sick beklagt.

Dazu kommt das Park- und Verkehrschaos, das regelmäßig auf der Siegburger Straße und auf den umliegenden Straßen entsteht. Grünflächen würden durch Müll, Kot und Urin immer weiter verschmutzt, hieß es außerdem. Nun hat die Stadt mit der verkürzten Zeit der Volksfest-Tage ein weiteres Mal reagiert, nachdem im Herbst bereits beispielsweise das Sicherheitspersonal aufgestockt und mehr Mülleimer aufgestellt worden waren.

Nicole Schulze war 24 Jahre alt, als sie 2004 auf dem Straßenstrich an der Geestemünderstraße anfing.
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