Demo gegen Ukraine-Krieg „Fridays for Future“ in Köln – mit deutlicher Botschaft

Demonstranten auf dem Kölner Heumarkt: „Fridays for Future“ hatte zur Kundgebung gegen den Krieg in der Ukraine aufgerufen.

„Fridays for Future“-Demo am Donnerstag (3. März 2022) auf dem Kölner Heumarkt. Dort wurde gegen den Krieg in der Ukraine demonstriert.

Die Bewegung „Fridays for Future“ engagiert sich für die Zukunft unseres Planeten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer positionieren sich klar gegen die Zerstörung der Umwelt – und gegen den Krieg in der Ukraine.

Bei der Klimabewegung „Fridays for Future“ ist eigentlich der Terminplan schon im Namen verankert. Demonstriert wird eben, ganz im Sinne von Aktivistin Greta Thunberg (19), immer freitags.

Aber: Außergewöhnliche Situationen erfordern außergewöhnliche Maßnahmen, in der aktuellen Lage natürlich der Krieg, den die russische Armee aktuell in der Ukraine führt. Deswegen hatte die Klimabewegung, wie von der ukrainischen FFF-Bewegung gefordert, ausnahmsweise am Donnerstag (3. März 2022) weltweit zu Friedensdemos aufgerufen.

„Fridays for Future“: Weltweit Demos gegen den Ukraine-Krieg

Eigentlich war der nächste globale Streik für den 25. März geplant. Wegen der „Dringlichkeit der Lage“ seien die Demonstrationen nun auf Bitten der ukrainischen Vertreter vorverlegt worden, teilte der deutsche Ableger von „Fridays for Future” am Mittwoch (2. März) in Berlin mit.

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Neben der kurzfristig angesetzten Demo in Köln setzten die deutschen Aktivisten auch in Städten wie Hamburg, Berlin oder München ein Zeichen.

Demo in Köln: „Fridays for Future“ – etwa 2000 Teilnehmer erwartet

Nach Polizeiangaben erwarteten die Veranstalter in Köln rund 2000 Teilnehmer. Das steht zwar zahlenmäßig in keinem Verhältnis zu den etwa 250.000 Menschen, die sich am Rosenmontag (28. Februar) an der großen Friedensdemo in der Innenstadt beteiligten, aber in diesem Zusammenhang ist jedes einzelne Zeichen in Richtung Russland von zentraler Bedeutung. Die Demo startete um 17.30 Uhr am Heumarkt.

„Wir können nicht bis Freitag warten“, sagte die deutsche Aktivistin Luisa Neubauer der Deutschen Presse-Agentur. „Diesen Donnerstag zeigen wir Haltung, wie Autokraten es hassen, und stehen auf für Menschenrechte und demokratische Werte.“ Sie rief „alle Menschen auf, sich uns anzuschließen“.

„Fridays for Future“ weist auf Verbindung zwischen fossiler Energie und Kriegen hin

„Fridays for Future“ verwies in dem Aufruf unter anderem auch auf eine Verbindung zwischen fossilen Energieträgern und Kriegen. Zahlreiche Autokraten wie Russlands Präsident Wladimir Putin könnten „die von ihnen geführten brutalen Kriege nur durch den Export von Kohle, Öl und Gas finanzieren“, hieß es in der Erklärung. Ein entschlossener Umstieg auf erneuerbare Energie sei daher „eine der vielen Antworten auf den Krieg“. Klimagerechtigkeit und Frieden seien nicht zu trennen.

Auch in Düsseldorf wurde am Donnerstag demonstriert. Dort rief ab 17 Uhr das Bündnis „Düsseldorfer Appell“ vor dem Landtag zu einer Kundgebung auf. Zu der Veranstaltung unter dem Motto „Sofortiger Stopp der militärischen Invasion in der Ukraine“ wurden laut den Veranstaltern rund 2000 Teilnehmer erwartet. (tw, mit dpa)

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