Chemie-Anschlag auf Kirmes Kölner (40) stellt sich: Neue Details belasten ihn auch in anderem Fall

Polizeibeamte laufen am 15. Juli 2022 Streife auf der Rheinkirmes.

Nach einer Öffentlichkeitsfahndung stellte sich ein 40-jähriger Mann der Kölner Polizei, nachdem er auf der Dürener Annakirmes mehrere Menschen in Gefahr gebracht hatte. Das Foto aus dem Jahr 2022 zeigt Polizeibeamte auf der Rheinkirmes in Köln.

Ein Kölner stellte sich nach einer Öffentlichkeitsfahndung im Fernsehen der Polizei, nachdem er in Düren mehrere Personen in Gefahr gebracht hatte.

Bereits am Mittwoch (3. August) hatte sich ein 40-jähriger Kölner auf der Polizeiwache in Köln gestellt, nach dem per Öffentlichkeitsfahndung gesucht wurde. Er soll auf einer Dürener Kirmes mehrere Menschen in Gefahr gebracht haben. Jetzt gibt es neue Details.

Wie die Polizei Düren mitteilt, soll er am Dienstag (2. August) auf der Annakirmes in Düren andere Besucher und Besucherinnen gefährdet haben, indem er innerhalb eines Fahrgeschäftes eine chemische Substanz freigesetzt hatte.

Fahndung in Düren: Kölner (40) stellt sich der Polizei

Es seien handelsübliche Substanzen gemischt worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Er machte keine genaueren Angaben, um Nachahmungstaten zu vermeiden. Tatsächlich sei es aber so, dass die Zutaten, wenn sie zusammenkommen, reagieren und ein Gas entwickeln. So sei die Flasche explodiert.

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Während des Betriebs kam es gegen 17 Uhr im Inneren der Bahn zu einem lauten Knall, gefolgt von starkem Geruch. Anschließend konnte eine zerborstene PET-Flasche sowie zusammengerolltes Alupapier gefunden werden. 

Zwar wurde bislang kein Personen- oder Sachschaden gemeldet, aber die Polizei wertet das Vorgehen des Mannes als versuchte gefährliche Körperverletzung sowie als Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion.

Bereits vor zwei Wochen kam es auf der Rheinkirmes in Düsseldorf zu einem ähnlichen Vorfall. Ob der 40-jährige Kölner auch für den Sprengsatz in der Düsseldorfer Geisterbahn verantwortlich ist, ist offiziell noch nicht klar.

Die Ermittlerinnen und Ermittler gehen aber derzeit stark davon aus. Nach dpa-Informationen waren die Bausätze bei beiden Taten identisch. Sogar die Behälter, leere PET-Flaschen einer Diät-Cola, waren gleich.

Mithilfe des Materials der Videoüberwachung innerhalb des Fahrgeschäfts konnte die Tat zugeordnet und öffentlich nach dem tatverdächtigen Mann gefahndet werden. 

Tatmotiv des 40-jährigen Kölners weiterhin unklar

Am Mittwoch (3. August) gegen 22.20 Uhr erschien der Gesuchte, nach dem unter anderem im Fernsehen über „Aktenzeichen XY... ungelöst“ gesucht worden war, auf der Polizeiwache in Köln.

Der 40-jährige Mann aus Köln wurde anschließend von der Polizei vorläufig festgenommen, er sitzt in Untersuchungshaft. Sein Motiv ist laut Staatsanwaltschaft weiter unklar. (dpa/red)

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