Schwimmerin schlägt AlarmKölner Taucher machen Grusel-Fund in beliebtem Badesee

von Oliver Meyer (mey)

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Ein Feuerwehrmann zog die Puppe aus dem See.

Brühl – Dunkle lange Haare, blaue Augen, bleiche Haut. Für eine Schwimmerin im Bleibtreusee war klar, dass da unter Wasser ein totes Kind treibt.

Daher schlug sie Alarm und rief die Feuerwehr. Die Retter machten jedoch einen Fund, der sie geärgert haben dürfte. Denn bei der „Person“ handelte es sich „nur“ um eine absichtlich versenkte Puppe.

Tauchergruppe aus Köln angefordert

Anwohner waren in großer Sorge, als die Feuerwehr gegen 17 Uhr am Sonntagnachmittag mit 36 Mann und zig Einsatzfahrzeugen zum See raste.

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Schnell war klar: Eine Suche macht nur mit Tauchern Sinn. Daher wurde die Tauchergruppe der Berufsfeuerwehr Köln angefordert.

Die erfahrenen Taucher der Feuerwehr gingen ins Wasser, während die Polizei Zeugen nach einer möglichen vermissten Person suchten. Viele Badegäste verfolgten die Suche.

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Stahlblaue Augen, dunkle Haare und dunkle „Kleidung“ – diese Gummipuppe mit Kindergesicht wurde im See versenkt.

Lob für Verhalten der Augenzeugin

Nach 15 Minuten meldeten dann die Taucher Kai Greulich und sein Kollege Heribert Poth per Ruck an der Leine: „Wir haben einen Fund gemacht.“ Doch bei der angeblich ertrunkenen weiblichen Person handelte es sich vielmehr um eine sehr aufwendig ausstaffierte Übungspuppe für Taucher.

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Die Taucher der Berufsfeuerwehr Köln mussten im Bleibtreusee nach der möglicherweise ertrunkenen Person suchen und fanden wenig später die Grusel-Puppe.

Sie trieb in rund vier Metern Tiefe. Die Puppe mit dem Kinder-Gesicht trug sogar Turnschuhe. Die Feuerwehr holte die Gummipuppe, die einen Neopren-Anzug trug, aus dem Wasser – damit nicht weitere Notrufe zukünftig Rettungseinsätze auslösen.

Einsatzleiter Wolfgang Kühl betonte jedoch, dass sich die Augenzeugin absolut richtig verhalten und die Retter umgehend alarmiert habe. Wer die Puppe dort versenkt hat, versucht nun die Polizei zu ermitteln. Hinweise bitte an: 022 33/52 0.

(exfo)