Der Waldbrand im Naturschutzgebiet Hohes Venn hat Auswirkungen auf den Ort Monschau-Kalterherberg. Einer der Anwohnenden, der sein Haus verlassen hat, ist Rabaue-Musiker Christian Barth.
Waldbrand Hohes VennKölner Musiker musste Haus verlassen und Tiere retten

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Christian Barth ist seit 2016 Gitarrist der Rabaue. Er erlebte den Großbrand im Hohen Venn in Belgien hautnah.
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Auf der Bühne verbreitet Christian Barth mit der Band Rabaue stets gute Laune. Seit über 25 Jahren ist die Gruppe mit ihren Hits wie „Baila Baila“, „Insellied“ oder „Pizza Hut“ aus dem Karneval im Rheinland, den Skihütten in Österreich oder den Partys auf Mallorca nicht wegzudenken.
Doch aktuell hat der Gitarrist ganz andere Dinge im Kopf. Am vergangenen Samstag (15. August 2026) spielten die Rabaue noch bei der Saisoneröffnung der Kölner Haie im MediaPark. Als der Musiker wieder zu Hause ankam, wurde es ernst.
Waldbrand im Naturschutzgebiet Hohes Venn: Häuser wurden evakuiert
Barth wohnt in Monschau-Kalterherberg, direkt an der Grenze zu Belgien. Aufgrund des Waldbrands im Naturschutzgebiet Hohes Venn wurde in der Nacht zu Sonntag den Anwohnenden empfohlen, die Häuser zu verlassen.
„Um 2 Uhr in der Nacht haben wir die Empfehlung bekommen, das Gebiet zu verlassen. Daraufhin haben wir gepackt und sind um 6 Uhr morgens zu meinem Schwiegervater nach Köln gefahren“, sagt der Gitarrist. „Das Feuer ist rund einen Kilometer von unserem Haus entfernt und war deutlich sichtbar. Direkt gegenüber von uns ist die Leitstelle. Alles ist komplett voller Rauch, dazu kommt der Ascheregen.“
Die größte Herausforderung der Evakuierungsaktion: Barth besitzt mit seiner Frau Julia eine kleine Tierfarm in Kalterherberg. Die zwei Pferde konnten zu einem Reiterhof in den Kölner Süden gebracht werden. Vor Ort sind aber noch 14 Schafe und 40 Hühner.
„Meine Schwiegermutter ist geblieben, um die Nutztiere im Stall zu füttern. Sie möchte den Hof nicht einfach zurücklassen. Wir rufen sie stündlich an, um zu hören, ob noch alles in Ordnung ist.“

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So sah Christian Barth den Waldbrand im Hohen Venn am Sonntagabend von seinem Grundstück aus.
Bei dem Feuer in dem Naturschutzgebiet an der Grenze zu Deutschland handelt es sich um den größten Waldbrand in Belgien seit dem Jahr 1911. Der Regen hilft zwar, doch gleichzeitig ist es sehr windig. „Gesundheitliche Gefahren durch Schadstoffe in der Luft können nicht ausgeschlossen werden“, teilte die Gemeinde Monschau mit.

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Christian Barth (r.) zusammen mit seinem Bruder Alex beim Auftritt der Rabaue.
Am Mittwoch will der Rabaue-Musiker noch einmal zu seinem Haus fahren, um nach dem Rechten zu schauen. Wie es in den nächsten Tagen weitergeht, weiß er selbst nicht. „Am Donnerstag wollten wir eigentlich den zweiten Geburtstag unseres Sohnes feiern. Am 24. August startet die Kita in Kalterherberg. Ob das alles wie geplant stattfinden kann, wird man sehen.“
In den Tagen danach stehen auch wieder etliche Auftritte mit den Rabaue auf dem Kalender. „Ich hoffe, dass die Lage bis dahin wieder im Griff ist, damit wir Vollgas geben können, ohne Sorgen im Hinterkopf.“
