Ein Regionalzug ist auf der Strecke zwischen Duisburg und Köln ohne Halt durchgerauscht und hat dabei mehrere Bahnhöfe in Düsseldorf ausgelassen. Viele Passagiere waren von der Irrfahrt verunsichert.
Fahrgäste setzen Notruf abAngst an Bord: Zug rauscht ohne Halt bis Köln durch

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Der von National Express betriebene RE1, hier auf einem Foto am Kölner Hauptbahnhof.

Leidgeprüfte Reisende sind inzwischen schon froh, wenn die Bahn auf der überlasteten Strecke zwischen Düsseldorf und Köln überhaupt fährt. Doch so wie am vergangenen Samstag (26. September 2026) hatten sich die Fahrgäste im RE1 die Fahrt nicht vorgestellt!
Der von National Express betriebene RE1 zwischen Hamm und Aachen rauschte laut eines Zeugenberichts in der „Rheinischen Post“ eine Stunde lang durch NRW, hielt zwischen Duisburg und Köln an keinem der vorgesehenen Bahnhöfe.
RE1 kommt erst in Köln-Mülheim wieder zum Stehen
Weil die Fahrgäste im Zug zu keiner Zeit über die Umstände der Irrfahrt informiert wurden, soll es in den Waggons zu zunehmender Unsicherheit und „unzumutbaren Zuständen“ gekommen sein.
Ein in Duisburg zugestiegener Fahrgast berichtete davon, dass der Regional-Express anschließend keinen der geplanten Halte angesteuert habe: „Es sah buchstäblich so aus, als führe der Zug eine volle Stunde lang führerlos durch NRW!“
National Express bestätigte die Darstellung und nannte eine kurzfristige Umleitung des Zuges als Grund dafür, dass Halte wie Düsseldorf Flughafen und Düsseldorf Hauptbahnhof entfallen seien. Bedingt war die Umleitung durch einen Personen-Unfall sowie Kabeldiebstähle aus der Nacht, die für Störungen in den Betriebsabläufen sorgten.
Erst in Köln-Mülheim kam der Zug wieder zum Stehen – viel zu spät etwa für Reisende, die eigentlich auf dem Weg zu ihren Flügen vom Düsseldorfer Airport waren.
Dass die Menschen im Zug nicht über die Umleitung sowie die entfallenen Halte informiert wurden, sei einem Kommunikationsfehler geschuldet, so National Express. Mehrere Notrufe von Reisenden aus dem Zug habe der Lokführer zudem nicht wie eigentlich vorgesehen beantwortet.
Die Aufarbeitung des Falls beim privaten Bahnunternehmen ist dem Bericht zufolge noch nicht beendet, National Express nehme die geschilderten negativen Erfahrungen der Fahrgäste „sehr ernst“.
