Schwere Gewitter in NRW Telefone tot, Straßen und Keller überflutet – eine Stadt besonders betroffen

Badegäste drehen durch Corona-Chaos an Kölner See: „Siehst Du hier Abstand?“

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Außerhalb des Beach Clubs, aufgenommen am Samstagnachmittag, 8. August 2020. Dicht an dicht suchten zahlreiche Kölner Abkühlung am Escher See. 

Köln  – Die Nerven liegen blank. Nicht nur beim Personal. Immer wieder werden Neuankömmlinge gebeten, den Eingangsbereich zu verlassen. In den Beach Club kommt an diesem Samstagnachmittag (8. August) keiner mehr rein. Aber immer mehr Kölner lechzen nach Abkühlung. Einige drehen durch. Und ganz vielen ist bei dieser Hitze Corona egal. Der EXPRESS-Report vom Escher See: 

Mitarbeiter des Beach Clubs müssen mehrmals das umzäunte Gelände sichern. Einige Jugendliche haben sogar versucht, durch den Stacheldraht zu gelangen. Im „Sundown Beach Club“ nämlich wird sich an die Corona-Regeln gehalten, hier ist noch Platz, im Gegensatz zum umliegenden Ufer des Sees. Dicht an dicht liegt dort Handtuch an Handtuch: Im Landschaftsschutzgebiet. Baden ist hier ausdrücklich verboten, wie auf mehreren Schildern zu lesen ist.

Escher See in Köln: Corona haben viele Besucher offenbar vergessen

„Boah, ich sterbe, wo können wir uns denn noch abkühlen?“, fragt ein Mädchen ihre Freundin. Sie verlassen den Escher See wenig später wieder. Die meisten aber bleiben und bringen damit sich selbst und andere in Gefahr.

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„Die scheinen gar nicht mehr zu wissen, dass es Corona gibt“, regt sich ein Mitarbeiter des Beach Clubs auf. Angesichts des Andrangs vor dem Einlass habe man am Vormittag schon Polizei und Ordnungsamt rufen müssen. Im Beach Club selbst sei alles in Ordnung, aber drumherum... „Abstand? Siehst du hier Abstand?“

Beach Club Escher See: Einsatz von Kölner Polizei und Ordnungsamt

„Eigentlich müsste das Ordnungsamt noch mal kommen“, sagt der Mann mit Schweißperlen auf der Stirn. Sein Kollege bittet derweil abermals, dass die Gäste den Eingangsbereich verlassen sollen - und macht sich bei ein paar Halbstarken unbeliebt: „Ich schwöre, so ein Ehrenloser“, motzt ein Junge, als er mit seinen Kumpeln die Biege macht.

Kölner Feier-Hotspots: Der Stadtgarten kommt nicht zur Ruhe

Aufgrund der geringeren Kapazitäten durch die Corona-Schutzverordnungen waren am Samstag alle Kölner Freibäder und Beach Clubs ausgelastet. Auf den einzelnen Webseiten war dies bereits im Vorfeld angekündigt worden, dass es an diesem Tag keinen Einlass mehr geben könne.

Bei den Kölnbädern, wo man sich im Vorfeld ein E-Ticket für ein bestimmtes Zeitfenster kaufen muss, sorgten zu dem lange Laufzeiten zu „gmx.de“ und „web.de“ für Ärger. „Kunden, die auf dem Weg zum Bad oder davor E-Tickets kaufen, erhalten ihre QR-Codes und sämtliche Anhänge zum Teil erst nach Ablauf der Einlasszeit“, teilten die Kölnbäder mit.

Kölner Polizei: Einsatz auch am Fühlinger See

„Allein der gesunde Menschenverstand müsste einem doch sagen, dass das keinen Sinn macht, jetzt zu einem Badesee zu fahren“, hieß es am Nachmittag bei der Leitstelle der Kölner Polizei. Zu dem Zeitpunkt waren die Beamten am Fühlinger See im Einsatz. Unter anderem wegen eines viel zu hohes Verkehrsaufkommens.

Schwimmen im Rhein: Wasserschutzpolizei warnt

Auch die Wasserschutzpolizei war im Einsatz – mit allen zur Verfügung stehenden Polizeibooten. Ein Sprecher warnte abermals vor dem Schwimmen im Rhein. Es gebe gefährliche Strömungen, die oft nicht zu erkennen seien. Wer einmal hineingesogen werde, komme ohne Hilfe nicht mehr raus.

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