Ein Asbest-Schild auf einer Krankenstation in Köln-Merheim hat für Verwirrung gesorgt. Jetzt erklärt die Klinik den Hintergrund.
Wer macht so etwas?Schild schürt Angst bei Patienten in Kölner Klinik

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„Asbestfasern!“ – dieses Warnschild hing auf der Krankenstation 4A/4B im Bettenhaus in Köln-Merheim.

Patienten und Angehörige auf einer Krankenstation in der Klinik Köln-Merheim sind in Sorge: Direkt neben dem Fahrstuhl hing ein Warnschild mit der Aufschrift „Asbestfasern!“ – unweit von den Patientenzimmern.
Die Klinik reagiert nun deutlich und sagt, niemand sei in Gefahr gewesen. „Es besteht und bestand zu keiner Zeit eine Gefahr einer Asbest-Kontamination für Patienten, Angehörige und Beschäftigte der Kliniken der Stadt Köln“, teilt Pressesprecherin Sigrid Krebs auf EXPRESS.de-Nachfrage mit. Es gebe „ausdrücklich keinen Anlass zur Sorge“.
Klinik: Schild hing am falschen Ort – „hat dort nichts zu suchen“
Das Schild klebte an einer Tür im Bereich der Station 4A/4B im Bettenhaus – gehörte da aber gar nicht hin! „In dieser Etage gab und gibt es keinen Grund, vor Asbest zu warnen. Das Hinweisschild hat dort nichts zu suchen und wurde bereits entfernt“, so die Sprecherin.
Wie das Schild dorthin gelangte, sei unklar. Die Sprecherin berichtet, dass in den Häusern Merheim, Holweide und im Kinderkrankenhaus Amsterdamer Straße immer wieder vorübergehende Hinweisschilder von externen Personen ab- oder umgehängt, beschädigt oder zerstört würden.
Wer macht so etwas? Eine lückenlose und tagesaktuelle Kontrolle sei angesichts der großen Gebäudestruktur kaum möglich.
Aber warum existiert überhaupt ein solches Warnschild? Hintergrund ist die große Modernisierung am Standort Merheim: Im Zusammenhang mit dem Ausbau des Gesundheitscampus Merheim werde das Bettenhaus seit 2025 unter Hochdruck umfassend modernisiert – inklusive OP-Bereich, Notaufnahme, Radiologie und Normalpflegestationen. Die Modernisierung der ersten Stationen soll nach Klinikangaben im Winter 2026/2027 abgeschlossen sein.

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Blick auf den Haupteingang des Krankenhauses in Köln-Merheim
Im Zuge der Arbeiten sei im westlichen Teil des Bettenhauses, dem sogenannten A‑Strang, etagenweise saniert worden. In den oberen Geschossen 6 bis 9 habe eine Altlastenuntersuchung – vorsorglich bei Gebäuden mit Baujahr vor 1995 – in einem sehr begrenzten Bereich Asbestfasern nachgewiesen: im Fliesenkleber von Fertignasszellen und dort nur in sehr geringer Konzentration. Diese Nasszellen seien daraufhin unter Vollschutz und bei Unterdruck von einem zertifizierten Unternehmen saniert und zurückgebaut worden.
Die Klinik betont: Zu keinem Zeitpunkt habe eine Gefahr bestanden, weil die Fasern gebunden gewesen seien.
Für die unteren Etagen 1 bis 5 – und damit auch für die Station 4A/4B – habe die Untersuchung ergeben, dass sie „völlig unbelastet von Asbest“ seien.
