Gilt ab April Einkaufen ohne Maske in Köln und NRW: Jetzt äußern sich Aldi, Rewe und Co.

Ab dem 4. April müssen Kunden und Kundinnen in vielen Geschäften keine Maske mehr tragen. Auch in Köln und NRW – in welchen Läden gilt was?

Die Maskenpflicht beim Einkaufen fällt in weiten Teilen Deutschlands weg – auch in Köln und Nordrhein-Westfalen. Wenn die Geschäfte am Montag (4. April) öffnen, müssen viele Kunden und Kundinnen keine Maske mehr tragen. Gewisse Schutzvorkehrungen werden aber bleiben.

„Der Gesetzgeber hat mit der Novelle des Infektionsschutzgesetzes entschieden, dass die Pflicht zum Tragen von Corona-Schutzmasken nur noch in Ausnahmefällen und in besonderen Hotspots angeordnet werden kann“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), Stefan Genth, am Mittwoch (30. März 2022). Unabhängig davon sei aber davon auszugehen, dass viele Kundinnen und Kunden freiwillig weiter die Maske beim Einkaufen tragen würden.

Einkaufen ohne Maske – auch bei Saturn, Ikea und Co.

In welchen Geschäften ab dem 4. April 2022 kein Maskenzwang mehr besteht. Hier eine Übersicht der Deutschen Presse-Agentur:

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  • Nun hat auch Edeka angekündigt, die Maskenpflicht ab kommender Woche nicht grundsätzlich aufrechtzuerhalten. „Da fehlen uns die Möglichkeiten der Kontrollen“, sagte eine Sprecherin der Supermarktkette. Das Unternehmen empfehle zwar weiterhin beim Besuch der Supermärkte das freiwillige Tragen einer medizinischen Maske, um Kunden und Mitarbeiter zu schützen. „Leider hat der Gesetzgeber mit der Novelle des Infektionsschutzgesetzes entschieden, dass die Pflicht zum Tragen von Masken nur noch in Ausnahmefällen und in besonderen Hotspots angeordnet werden kann“, kritisierte Edeka. „Man kann daher nun nicht erwarten, dass wir mithilfe des Hausrechts weiterhin eine Maskenpflicht durchsetzen.“
  • Auch Rewe wird nach dem Ende der staatlichen Vorgaben nicht von seinem Hausrecht Gebrauch machen. Über das Hausrecht wäre es möglich, dass Firmen in ihren Räumen weiter das Tragen von Masken vorschreiben – das gilt in der Branche aber als nicht durchsetzbar. Sofern es keine anderslautenden behördlichen Vorgaben gebe, werde der Einkauf bei Rewe und der Discount-Tochter Penny auch ohne Maske möglich sein, sagte ein Rewe-Sprecher am Donnerstag. Dies gelte auch für die Baumarktkette Toom, die ebenfalls zum Konzern gehört. Das Maskentragen war in der Pandemie als Schutzmaßnahme eingeführt worden.
  • Lidl und Aldi machten am Donnerstag (31. März 2022) ebenfalls deutlich, dass die Kunden bei ihnen bald nicht mehr zum Mund-Nase-Schutz greifen müssen. Sollten staatliche Vorgaben „die Aufhebung der Maskenpflicht für Kunden vorsehen, werden wir diesen folgen“, teilte die Schwarz-Gruppe mit, zu der Lidl und Kaufland gehören. Aldi Süd teilte mit, man behalte sich eine Empfehlung an die Belegschaft und Kundschaft vor, weiter freiwillig eine Maske zu tragen.
  • Der Möbelhändler Ikea erklärte, man treffe die Regelungen nach den staatlichen Vorgaben - sollte die Maskenpflicht im Handel aufgehoben werden, gelte dies auch für Ikea. „Angesichts des dynamischen Infektionsgeschehens weisen wir aber gern darauf hin, dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes auch weiterhin sich selbst und andere schützt“, sagte eine Sprecherin.
  • Die Bekleidungskette Ernsting’s family erklärte: Wenn einzelne Länder die Hotspot-Regel geltend machen, gelte die Maskenpflicht weiter - und wo Länder die Pflicht aufheben, werde entsprechend gelockert. Das gelte für Kunden wie Mitarbeiter. Man empfehle jedoch, bei engerem Kontakt wie in einem Beratungsgespräch die Maske aufzusetzen, sich regelmäßig testen zu lassen und auf Symptome zu achten.
  • Bei der Kaufhauskette Woolworth entfällt ab kommender Woche ebenfalls die Maskenpflicht. „Das Hausrecht allein sehen wir nicht als Grundlage für solch eine einschränkende Maßnahme“, sagte ein Sprecher. Auch der eigenen Belegschaft will Woolworth das Tragen von Masken nicht vorschreiben. Die Firma setzt darauf, dass Kundschaft und Belegschaft verantwortungsvoll mit der Situation umgehen.
  • Von der Buchhandelskette Thalia hieß es, die Maskenpflicht werde nach dem 3. April nicht aufrechterhalten. Den Beschäftigten würden weiter Selbsttests und Masken zur Verfügung gestellt, die Nutzung sei freiwillig.
  • Auch beim Textilhändler Primark fällt die Maskenpflicht. „Wenn es keine gesetzliche Vorschrift gibt, empfehlen wir das Tragen von Masken“, sagte eine Sprecherin. Man hoffe, „dass die Menschen auch weiterhin an andere denken und sie tragen, wenn sie können.“
  • Der Lebensmittelhändler Globus mit 53 Märkten legte sich fest: „Wenn die Maskenpflicht fällt, fällt diese auch in unseren Markthallen weg“, sagte Globus-Manager Sascha De Rosa. Mitarbeitern und Kunden stehe es frei, „weiterhin eine Maske zu tragen, um sich und andere dadurch zu schützen“.

Auch in diesen Geschäften soll laut „Bild“ die Maskenpflicht fallen:

  • MediaMarkt
  • Saturn
  • Deichmann
  • C&A
  • Douglas
  • ECE (Einkaufszentrums-Betreiber, unter anderem in NRW: City-Center Köln-Chorweiler, Rhein-Center Köln-Weiden, Hürth-Park, Kö Galerie Düsseldorf, Rathaus-Galerie Leverkusen, Rheinpark-Center Neuss, Rheinruhrzentrum Mülheim, Aquis Plaza Aachen, Thier-Galerie Dortmund, Allee-Center Remscheid, Allee-Center Hamm, Allee-Center Essen-Altenessen, Limbecker Platz Essen, City-Arkaden Wuppertal, City-Galerie Siegen, Loom Bielefeld, Stern-Center Lüdenscheid, Werre-Park Bad Oeynhausen)

Der Textil-Riese Kik wolle hingegen die Maskenpflicht noch nicht abschaffen, schreibt die „Bild“.

Was bleiben soll: Desinfektionsmittel-Spender am Ladeneingang und Plexiglaswände an Kassen

Prinzipiell könnten Händler von ihrem Hausrecht Gebrauch machen und ein Masken-Tragen weiter vorschreiben. Dies sei nicht auszuschließen, sagte Genth. „In welchem Umfang dies praktiziert wird, werden die nächsten Wochen zeigen.“ Wie aus Angaben mehrerer Ketten hervorgeht, dürfte ein Großteil aber darauf verzichten. Aus Branchenkreisen hieß es, so eine firmenspezifische Maskenpflicht wäre nicht durchsetzbar.

Mit Blick auf Desinfektionsmittel-Spender am Ladeneingang und Plexiglaswände an Kassen geht der Verband davon aus, dass viele Unternehmen zumindest einige dieser Vorkehrungen weiterführen. „Auch weil es oft dem mehrheitlichen Kundenwunsch entspricht und als besonderer Service empfunden wird“, sagte Stefan Genth. Dies könne also so bleiben, auch wenn solche Schutzvorkehrungen außerhalb von Hotspots nicht mehr vorgeschrieben seien. (mt/dpa)

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