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Tatort Köln-Nippes Kalaschnikow-Überfall: Steckt die Pink-Panther-Bande dahinter?

AktenzeichenXY Überfall Nippes

Die Diebe stürmten am 24. Mai 2016 mit Kalaschnikows in den Juwelier in Köln-Nippes. Das Foto zeigt eine Nachstellung der ZDF-Reihe „Aktenzeichen XY“, die den Fall am Mittwoch aufgreifen.

Köln – Es war einer der spektakulärsten und aufsehenerregendsten Kölner Kriminalfälle  der letzten Jahre: Ein Raubüberfall in Nippes aus dem Jahr 2016 beschäftigt die Kripo noch immer, denn: Keiner der fünf Täter konnte bisher identifiziert werden. Gehören Sie zur gefürchteten Pink-Panther-Bande?

Diese und noch mehr Fragen werden am heutigen Mittwoch (3.Juni) bei der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ gestellt. Vor einem Millionenpublikum wird die Tat ausführlich geschildert.

Köln: Raubüberfall in Nippes bei „Aktenzeichen XY“

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Es war der 24. Mai 2016 als ein Juwelier-Besitzer gegen 15.50 Uhr alleine in seinem Laden in der Wilhelmstraße war und sich nichts Böses dachte, als plötzlich vier maskierte Männer in den Laden traten und den Inhaber bedrohten.

JuwelierNippesÜberfallAktenzeichen

Dieser Juwelier auf der Wilhelmstraße in Köln-Nippes wurde am 24. Mai 2016 überfallen. In der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ hofft die Polizei auf neue Zeugenhinweise.

Die Männer waren mit einem geklauten schwarzen Audi A6 Kombi vorgefahren und mit Kalaschnikows bewaffnet in das Geschäft gestürmt. Der Inhaber sei nach bisherigen Erkenntnissen mit pinken Handschellen gefesselt worden, ehe die Diebe die Vitrinen zerschlugen und alles an Gold und Schmuck mitgehen ließen, was sie greifen konnten. Anschließend flüchtete das Quartett mit dem vorgefahrenen Fluchtfahrzeug in Richtung Neusser Straße.

Köln: Fluchtfahrzeug in Nippes gefunden

Die Polizei rückte umgehend aus und versuchte die Kalaschnikow-Gangster mit allen Mitteln ausfindig zu machen. Ein Hubschrauber stand in der Luft über Nippes und hielt Ausschau nach den vier flüchtigen Räubern. Von denen fehlte zunächst jedoch jede Spur.

ÜberfallNippesFluchtwagen

Diesen Kombi ließen die Täter in einem Hinterhof in Nippes zurück. Der Wagen wurde noch am Abend des 24.05.2016 gefunden.

Dank einem Zeugenhinweis konnte die Polizei am Abend zumindest noch den Fluchtwagen ausfindig machen. Der Wagen stand offen und wurden verlassen in einem Hinterhof in Nippes gefunden. Später stellte sich heraus, dass der Wagen kurze Zeit zuvor in Köln-Ehrenfeld gestohlen und mit einem in Essen gestohlen Kennzeichnen versehen wurde.

Köln: Polizei veröffentlicht Fahndungsfotos und Video

Im nächsten Schritt fahndete die Polizei mit Fotos der Täter und dem Video einer Überwachungskamera, dass vier der fünf Räuber beim Überfall auf den Juwelier zeigt. Doch auch diese Maßnahmen führten bisher noch nicht zur Identifizierung oder Festnahme der fünf mutmaßlichen Täter.

Nippes Überfall Fahnungsfoto (1)

Das Fahndungsfoto der Polizei Köln zeigt einen der vier bewaffneten Diebe beim Überfall. 

Da der Inhaber mit pinken Handschellen gefesselt wurde, habe die Polizei derzeit den Verdacht, dass die Räuber Teil der berüchtigten „Pink Panthers“ sein könnten. Dabei handelt es sich um eine weltweit operierende Gruppe von Juwelenräubern vom Balkan, der bereits mehr als 150 Überfälle zugeschrieben wurden. Schätzungsweise sollen sie bereits Schmuck im Wert von 300 bis 500 Millionen Euro erbeutet haben. Es sei aber auch nicht auszuschließen, dass es sich um Nachahmer handelt oder extra eine falsche Fährte gelegt wurde.

Zumindest zum fünften Täter, der im Fluchtwagen saß, gibt es neue Hinweise. Hierbei soll es sich laut Polizei um einen Serben mit dem Namen „Pjero“ (ca. 35) aus Belgrad handeln.

Köln: „Aktenzeichen XY“ und die Hoffnung auf neue Zeugenhinweise

In der Hoffnung auf neue Zeugenhinweise wird der Fall nun bei der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ aufgegriffen. Am Mittwochabend zwischen 20.15 und 21.45 Uhr wird der Fall im Fernsehen zu sehen sein.

Hier lesen Sie mehr: Juwelier-Raub in Nippes: Polizei fahndet mit Video nach Kalaschnikow-Gangstern

Zeugen, die das Tatgeschehen damals beobachtet haben oder Hinweise auf mutmaßliche Räuber geben können, sollen sich telefonisch unter 0221 229-0 oder per Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de bei den Ermittlern des Kriminalkommissariats 14 melden. (cho) 

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