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Silvester muss perfekt sein!?Warum die schönsten Nächte oft ganz anders enden

Copyright: Louisa Noack / Montage

In ihrer Kolumne „Liebe. Leben. Köln.“ schreibt Louisa Noack über Liebe, Beziehungen und die kleinen Geschichten, die das Leben in Köln jeden Tag bereithält. Warum Silvester nicht perfekt sein muss, um unvergesslich zu werden, und weshalb die richtigen Menschen wichtiger sind als die größte Party.

Kaum ist der Herbst da, geht es schon wieder los: „Was macht ihr eigentlich Silvester?“ Eine harmlose Frage, die erstaunlich viel Stress auslösen kann.

Schließlich soll ausgerechnet die letzte Nacht des Jahres etwas ganz Besonderes werden. Aber was, wenn der schönste Jahreswechsel der ist, bei dem einfach mal nichts nach Plan läuft?

Es ist Ende Oktober und ich habe sie tatsächlich schon wieder gehört. Diese eine Frage, die jedes Jahr zuverlässig auftaucht, lange bevor überhaupt jemand den Weihnachtsbaum aufgestellt hat: „Und, was macht ihr Silvester?“ Ganz ehrlich? Ich finde das jedes Mal ein bisschen absurd. Wir haben noch zwei Monate Zeit, aber offenbar muss die letzte Nacht des Jahres schon jetzt organisiert werden. Restaurant? Party? Kurztrip? Am besten irgendetwas Außergewöhnliches, schließlich verabschiedet man sich ja nicht jeden Tag von einem ganzen Jahr. Und wehe, man antwortet: „Keine Ahnung, wir überlegen noch.“ Dann schauen einen manche Menschen an, als hätte man gerade zugegeben, Weihnachten abschaffen zu wollen.

Natürlich habe ich Zoe, 19, meine Gen-Z-Expertin, gefragt, wie sie das mit Silvester hält. Sie musste lachen. „Ich finde, man macht sich da viel zu viel Stress. Hauptsache, die richtigen Leute sind dabei. Und wenn die Party langweilig ist, gehen wir eben woanders hin.“ Ich musste grinsen. Während wir Erwachsenen manchmal schon im Oktober versuchen, den perfekten Jahreswechsel zu organisieren, scheint Zoe zumindest die Sache mit der Spontaneität ganz gut im Griff zu haben. Vielleicht ist das ja der eigentliche Luxus: nicht alles bis ins letzte Detail planen zu müssen.

Dabei habe ich wirklich wunderschöne Silvesterpartys erlebt. Nächte, in denen getanzt, gelacht und irgendwann morgens festgestellt wurde, dass das neue Jahr schon ziemlich gut angefangen hat. Aber ich kenne auch das Gegenteil. Partys, auf die man sich wochenlang gefreut hat und die dann irgendwie enttäuschend waren. Zu voll, zu laut, zu teuer oder einfach nicht so besonders, wie man es sich vorgestellt hatte. Und manchmal ist ausgerechnet der Plan, der besonders außergewöhnlich werden sollte, ziemlich gründlich schiefgegangen.

Wenn der große Plan ins Wasser fällt

Letztes Jahr zum Beispiel wollten wir Silvester an der See verbringen. Ich hatte mir das wunderschön vorgestellt. Frische Meeresluft, ein langer Spaziergang am Strand, vielleicht ein Glas Sekt mit Blick aufs Wasser. Romantisch, entspannt, ein bisschen anders als sonst. Die Realität? Wind. Und zwar so viel Wind, dass wir praktisch nicht vor die Tür konnten. Statt eines stimmungsvollen Jahreswechsels am Meer saßen wir im Hotelzimmer und schauten hinaus in die Dunkelheit. Ich gebe zu, so hatte ich mir das nicht vorgestellt. Und natürlich kam irgendwann dieser Gedanke: Hätten wir nicht doch lieber zu Hause feiern sollen?

Aber dann passierte etwas, womit ich überhaupt nicht gerechnet hatte. Kurz vor Mitternacht schauten wir noch einmal hinaus. Und tatsächlich wagten sich ein paar Menschen nach draußen und zündeten Raketen. Um Punkt zwölf leuchteten plötzlich bunte Farben über dem dunklen Meer. Kein riesiges Feuerwerk, keine spektakuläre Inszenierung, keine Menschenmassen. Nur ein paar Lichtpunkte am Himmel, das Rauschen der See und dieser besondere Moment, in dem ein altes Jahr zu Ende geht und ein neues beginnt. Ich fand es wunderschön. Vielleicht sogar gerade deshalb, weil vorher so ziemlich alles anders gelaufen war als geplant.

Später habe ich Franco, dem italienischen Barbesitzer meines Vertrauens, von unserem Silvesterabenteuer erzählt. Er grinste. „Louisa, ich habe schon so viele Silvesterpartys erlebt. Die Leute kommen mit riesigen Erwartungen rein und wundern sich dann, wenn um Mitternacht nicht plötzlich ihr ganzes Leben besser wird.“ Ich musste lachen. Denn natürlich hat er recht. Wir erwarten von dieser einen Nacht manchmal Dinge, die kein noch so guter DJ, kein Champagner und kein Feuerwerk erfüllen können. Franco brachte es schließlich auf den Punkt: „Wenn du mit den richtigen Menschen feierst, ist es egal, ob du im schönsten Restaurant sitzt oder irgendwo am Meer im Hotelzimmer.“

Ich glaube, Silvester ist einer dieser Abende, an denen wir besonders gut darin sind, uns selbst unter Druck zu setzen. Wir erwarten nicht einfach eine schöne Feier. Wir erwarten einen würdigen Abschluss für 365 Tage. Als müsste die letzte Nacht irgendwie beweisen, dass das ganze Jahr etwas wert war. Und gleichzeitig soll sie möglichst spektakulär den Auftakt für ein neues Kapitel liefern. Ganz schön viel Verantwortung für ein paar Stunden zwischen Abendessen und Mitternacht.

Dabei ist der Jahreswechsel für mich tatsächlich etwas Besonderes. Nicht unbedingt wegen der Raketen, der Musik oder des Champagners. Sondern weil wir für einen kurzen Moment innehalten. Wir schauen zurück auf Menschen, die uns begleitet haben, auf Begegnungen, die uns verändert haben, auf schöne Erlebnisse und vielleicht auch auf Dinge, die wir lieber hinter uns lassen möchten. Und dann schauen wir nach vorn. Mit Hoffnungen, Plänen und manchmal auch ein bisschen Unsicherheit. Ich finde, das darf man ruhig feiern. Nur muss es eben nicht immer die Party des Jahrhunderts sein.

Die richtigen Menschen sind wichtiger als der perfekte Plan

Vielleicht ist das überhaupt die schönste Erkenntnis, die ich aus meinen vielen Silvesterabenden mitgenommen habe: Es kommt weniger darauf an, wo man feiert, als darauf, mit wem. Natürlich liebe ich es, mich schick zu machen, auszugehen, zu tanzen und mit einem Glas in der Hand auf das neue Jahr anzustoßen. Aber ich habe auch gelernt, dass eine große Party nicht automatisch eine große Erinnerung wird. Manchmal reicht ein vertrauter Mensch an deiner Seite, ein schöner Ort und das Gefühl, genau dort richtig zu sein. Und wenn dann noch etwas Unerwartetes passiert, umso besser.

Mein persönlicher Tipp für dieses Silvester: Wer Lust hat, das Jahr in Köln stilvoll entweder ruhig oder mit einer richtig schönen Party zu verabschieden, sollte sich das Wasserturm Hotel Hilton vormerken. Dort ist beides möglich.

Copyright: Wasserturm Hotel Hilton

Von der Bar Botanik auf dem Dach des Wasserturm Hotel Hilton hat man eine tolle Aussicht über die ganze Stadt und einen fantastischen Blick auf den Dom.

Die besondere Location ist für mich genau die Art von Ort, an dem sich ein Jahreswechsel auch wirklich nach einem besonderen Anlass anfühlt. Euch erwarten kulinarische Highlights vom festlichen Dinner bis zum Fondue, Musik vom Live-DJ, Champagner und natürlich ein grandioser Blick auf das Silvesterfeuerwerk über den Dächern Kölns. Ob ihr dort den ganzen Abend feiert oder erst später zum Tanzen dazukommt, bleibt euch überlassen.

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Und für alle, die noch keine Pläne haben: Macht euch nicht verrückt. Vielleicht wird es eine rauschende Nacht. Vielleicht ein gemütlicher Abend mit Freunden. Vielleicht sitzt ihr am Ende sogar irgendwo in einem Hotelzimmer und schaut auf ein paar Raketen über dem Meer. Das Wichtigste ist doch, dass wir das alte Jahr mit einem guten Gefühl verabschieden und das neue mit offenen Armen begrüßen. Denn die schönsten Erinnerungen entstehen nicht immer dann, wenn alles perfekt organisiert ist. Sondern manchmal genau dann, wenn das Leben unsere Pläne einfach über den Haufen wirft.