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Schluss mit Small TalkWarum wir beim ersten Date endlich mutiger werden sollten

Copyright: Louisa Noack / Montage

In ihrer Kolumne „Liebe. Leben. Köln.“ schreibt Louisa Noack über Liebe, Beziehungen und die kleinen Geschichten, die das Leben in Köln jeden Tag bereithält. Manchmal beginnt eine echte Verbindung genau dort, wo der Small Talk aufhört.

„Und... was machst du beruflich?“ Es gibt Fragen, die gehören offenbar zu jedem ersten Date. Dabei wünschen wir uns längst etwas ganz anderes. Eine aktuelle Hinge-Studie zeigt: Deutsche wollen schneller in die Tiefe gehen und ehrliche Gespräche führen. Ehrlich gesagt überrascht mich das überhaupt nicht.

Es gibt Fragen, die schaffen es auf fast jedes erste Date. „Und, was machst du beruflich?" „Wo kommst du her?" „Warst du schon mal hier?" Alles nette Fragen. Aber wenn wir ehrlich sind, erfährst du dadurch fast nichts über den Menschen, der dir gegenübersitzt.

Genau deshalb musste ich schmunzeln, als ich die Ergebnisse einer aktuellen Hinge-Studie gelesen habe. Zwei Drittel der deutschen Singles wünschen sich schon beim ersten Date tiefgründigere Fragen. Fast genauso viele trauen sich inzwischen auch selbst, diese Gespräche zu führen. Und besonders spannend: 61 Prozent bevorzugen inzwischen sogar ein erstes Date ohne Alkohol.

Also habe ich natürlich Zoe, 19, meine Gen-Z-Expertin, gefragt. „Ganz ehrlich", sagte sie. „Ich möchte gar nicht erst drei Dates brauchen, um herauszufinden, ob wir dieselben Werte haben. Dann frage ich lieber direkt."

Ich musste lachen. Mit Anfang zwanzig hätte ich wahrscheinlich noch gedacht: Bloß nicht zu viel fragen. Bloß nicht zu ernst werden. Bloß nicht abschrecken. Heute denke ich eher: Warum eigentlich?

Später habe ich Franco, den italienischen Barbesitzer meines Vertrauens, von der Studie erzählt. Er stellte zwei Espressotassen auf den Tresen und sagte: „Louisa, die besten Gespräche beginnen nie mit der Frage nach dem Beruf." „Sondern?"

„Mit echtem Interesse." Ich glaube, genau da liegt der Unterschied. Wir verbringen oft so viel Zeit damit, möglichst locker zu wirken, dass wir vergessen, neugierig zu sein.

Dabei ist doch genau das attraktiv. Nicht der perfekte Anmachspruch. Nicht das teuerste Restaurant. Nicht das dritte Glas Wein. Sondern jemand, der fragt: „Was begeistert dich eigentlich?"

Oder: „Wann warst du das letzte Mal richtig glücklich?" Vielleicht sind das genau die Fragen, die am Ende entscheiden, ob aus einem netten Abend mehr wird.

Deshalb kommt hier mein heißer Tipp für alle ersten, zweiten oder hundertsten Dates: Pack das Handy weg, schnapp dir einen Lieblingsmenschen und fahr gemeinsam hoch auf die SonnenscheinEtage. Dort steigt am 12. September ab 16 Uhr das Silenzio Open Air. (Übrigens auch am 19. und am 26. September!) Elektronische Beats, eisgekühlte Drinks, Sonnenuntergang über den Dächern Kölns und diese entspannte Daydrinking-Atmosphäre, bei der Gespräche oft ganz von allein entstehen.

Manchmal braucht es eben keine hundert Fragen. Sondern einfach den richtigen Ort. Alle Infos findest du hier:

hier gehts direkt zu den Tickets

Und falls dir beim nächsten ersten Date nichts Besseres einfällt als: „Und... was machst du beruflich?“ Dann probier doch einfach mal etwas anderes. „Was sollte ich über dich wissen, das man dir nicht ansieht?" Ich wette, das wird der spannendere Abend.

Bloß kein Blabla beim ersten Date
Deutsche wollen lieber Tiefgang statt Drinks