Vor zwei Wochen ist ein wichtiges Fahrrad im Pantaleonsviertel, an dem es gerettete Lebensmittel gibt, verschwunden. Jetzt ist es wieder da.
Freude in Kölner VeedelWichtiges Fahrrad wieder da – aber woanders

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Kalle Gerigk, einer der Kölner Lebensmittelretter, freut sich: Der verschwundene Fahrrad-Fairteiler aus dem Pantaleonsviertel ist wieder da.

Wer jeden Cent umdrehen muss, für den sind die Kölner Fahrrad-Fairteiler ein Segen. Umso schlimmer, als das wichtige Rad mit zwei montierten Kisten für gerettete, kostenlose Lebensmittel im Pantaleonsviertel plötzlich nicht mehr da ist.
Eine Foodsharerin hatte es Mitte Oktober aus Sorge mitgenommen und bei ihrer Arbeitsstelle untergestellt. Grund: An dem Fahrrad-Fairteiler klebte ein gelber Zettel der Stadt und es drohte, als Schrott-Rad entsorgt zu werden. Jetzt ist es wieder da! Allerdings steht es an einer anderen Stelle.
Wichtiges Fahrrad für Köln hat neuen Platz
Statt am ursprünglichen Standort an der Ecke Pantaleonswall/Am Weidenbach befindet es sich jetzt rund 100 Meter weiter in der Weidenhausgasse, direkt vor einem Geigenbauladen. „Die Foodsharerin meinte, dort steht es sicherer“, erklärt Kalle Gerigk, ebenfalls Lebensmittelretter, stadtbekannter Mietrebell und Aktivist, gegenüber EXPRESS.de.
Gerigk freut sich, dass er die Kisten wieder mit Lebensmitteln füllen kann. Er ist seit zwölf Jahren Lebensmittelretter. Als der Fahrrad-Fairteiler im Pantaleonsviertel auf einmal verschwunden war, hatte der bestens vernetzte Aktivist herausgefunden, was passiert war.
Vor rund zwei Wochen hatten Mitarbeiter der Stadt nicht nur dem wichtigen Fahrrad, sondern auch denen, die rechts und links standen, einen gelben Zettel verpasst. Demnach seien sie nicht verkehrstüchtig und müssten entfernt werden. Wenn nicht, würden sie entsorgt.
Es wäre nicht der erste Fahrrad-Fairteiler, der als vermeintliche Fahrradleiche verschrottet werden sollte. Vor rund einem Jahr traf es einen Fahrrad-Fairteiler am Eigelstein, nachdem sich ein Anwohner darüber beschwert hatte. Das Zweirad, ebenfalls mit großen Kisten bestückt, stand sogar bereits am Wertstoffhof in Nippes und konnte im letzten Moment gerettet werden.
Es sei doch klar, dass ein Fahrrad-Fairteiler nicht verkehrstüchtig ist, sagt Kalle Gerigk. „Damit bewegt man sich ja nicht im Verkehr, sondern es hat seinen festen Standort“, so der Aktivist. Der Stadt müssten doch eigentlich die Plätze der Fahrrad-Fairteiler bekannt sein, meint er.
