Die amerikanische Band The Neighbourhood sorgte auch bei ihrer Zusatzshow für eine ausverkaufte Lanxess-Arena. Bei der Abreise der Fans kam es wieder zu großen Problemen.
US-Stars in Lanxess-ArenaFans wütend: Wieder Chaos nach Konzert in Köln

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Frontmann Jesse Rutherford gab mit seiner Band The Neighbourhood am Sonntagabend (30. August 2026) das zweite ausverkaufte Konzert des Jahres in der Lanxess-Arena.

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Sie bieten den perfekten Sound für gebrochene Teenagerherzen: traurig und schwermütig, zwischendurch aber auch mal ein wenig lebendig, um lässig zu wippen. Die amerikanische Alternativ-Rockband The Neighbourhood ist das große Ding für die Generation TikTok.
Rund um die Lanxess-Arena herrschte am Sonntag (30. August 2026) schon seit den frühen Morgenstunden Ausnahmezustand. Tausende hockten auf Decken und warteten stundenlang auf den Einlass, nur um einen Platz möglichst weit vorn vor der Bühne zu ergattern.
Lanxess-Arena: 17.000 Fans bei Zusatz-Show von The Neighbourhood
Schon im Mai hatte die Gruppe um den inzwischen wieder erblondeten Jesse Rutherford (35) in Köln gespielt. Die Tickets waren damals in Rekordzeit ausverkauft. Auch für die Zusatzshow, die jetzt stattfand, waren die 17.000 Karten rasch vergriffen. Die düsteren, melancholischen Titel wurden vom hauptsächlich weiblichen und meist in Schwarz gekleideten Publikum lautstark von Anfang bis Ende mitgesungen.
Als Arena-Geschäftsführer Stefan Löcher der Band vor dem Auftritt erneut einen Sold-out-Award überreichte, berichtete ihm der Manager, dass der Köln-Besuch im Frühjahr Eindruck hinterlassen habe. Die Musiker hätten im weiteren Tourverlauf immer wieder von der enormen Energie, die in der Halle geherrscht habe, geschwärmt.
Als das Konzert nach gut anderthalb Stunden und den Megahits „Sweater Weather“ (der drittmeistgestreamte Song aller Zeiten) und „Softcore“ zu Ende war, wich die fröhliche Stimmung bei der Kölner Verantwortlichen jedoch schnell. Denn bei der Abreise der zahlreichen Fans brach mal wieder Chaos rund um die Arena aus. Die Ampelschaltung ließ immer nur wenige Autos aus den Parkhäusern heraus. Die Folge war ein wildes Hupkonzert.

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Geschäftsführer Stefan Löcher (l.) und Eventmanagerin Sabine Weinand (4.v.l.) überreichten den Musikern von The Neighbourhood und dem Management Sold-out-Awards für das Konzert.
Löcher versuchte bis nach Mitternacht verzweifelt, jemanden von der Gebäudeleittechnik der Stadt Köln zu erreichen. „Wir konnten die Lage kaum noch unter Kontrolle halten. Auf der Gummersbacher Straße war es ganz schlimm. Die Menschen haben zwei Stunden gebraucht, um aus dem Parkhaus zu kommen“, sagte er frustriert zu EXPRESS.de. „Diese Gäste werden gegebenenfalls nicht wiederkommen.“
Das Parkhaus-Chaos rund um Deutschlands größte Multifunktionsarena wiederholt sich immer wieder. Im Vorjahr lief es nach den Drake-Konzerten im August nicht. Im Dezember folgte ein Hupkonzert nach dem Auftritt von Kontra K. Der Verkehr wird aus dem Parkhaus in den Tunnel auf die Opladener Straße entlassen. Geregelt wird das von einer Ampel der Stadt Köln. Diese Ampel sollte eigentlich bei Veranstaltungen den Verkehr aus dem Parkhaus bevorzugen.
Im Vorjahr räumte die Stadt einen Software-Fehler bei der Ampelsteuerung ein. Doch in diesem Jahr gab es neue Probleme. Auch nach dem Konzert von Pianist und Komponist Ludovico Einaudi im Juli stauten sich die Fahrzeuge. Damals hieß es im Nachgang, die Baumaßnahme an der Kreuzung Deutz-Kalker Straße/Östliche Zubringerstraße/Opladener Straße sei ursächlich gewesen.

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Bei der Ausfahrt aus den Parkhäusern an der Lanxess-Arena bildeten sich am späten Sonntagabend wieder lange Staus. Es kam zu einem Hupkonzert.
Die Firma, die für die Ersatzampelanlage zuständig war, habe es nicht geschafft, die Abflussprogramme rechtzeitig zu versorgen. „Wir haben die Firma noch einmal sensibilisiert und werden die Versorgung verstärkt kontrollieren, sodass sich die Problematik zukünftig nicht wiederholt“, versprach ein Sachgebietsleiter der Stadt.
Jetzt der erneute Problemfall. „Hinter uns liegen Tage mit enormer Strahlkraft für die Stadt Köln. Basketball-Länderspiele, ein Konzert mit Superstars wie Johnny Depp und Alice Cooper und schließlich eine restlos ausverkaufte Halle bei The Neighbourhood. Gäste, die danach aber solch unzumutbare Wartezeiten erleben und in den Parkhäusern festsitzen, werden ihren Besuch in Köln negativ in Erinnerung behalten“, sagt Löcher wütend.
