Das Erfolgsmusical „Romeo & Julia – Liebe ist alles“ geht erstmals auf Tournee. Bei der Premiere in der Kölner Philharmonie begeisterte der neu zusammengestellte Cast das Publikum.
„Romeo & Julia – Liebe ist alles“Rosenstolz-Macher kämpfen nach Köln-Premiere mit den Tränen

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Laura Schatz und Mats Visser verkörpern die Hauptrollen im Erfolgsmusical „Romeo & Julia – Liebe ist alles“. Die Tourpremiere ging am Donnerstag (13. August 2026) in der Kölner Philharmonie über die Bühne.

Peter Plate (59) kämpfte mit den Tränen. „Ich hatte wirklich Bammel vor diesem Abend. Wenn ich aber so gerührt bin, dann weiß ich, dass es auch anderen im Raum so gehen muss“, sagte der Musiker, der die Band Rosenstolz von 1991 bis 2012 gemeinsam mit Anna R. († 55) zum Erfolg geführt hatte.
„Jetzt bin ich ganz glücklich. Einen schöneren Auftakt als hier in Köln hätte man sich nicht wünschen können. Mir fehlen echt die Worte.“ Nach über 500 Vorstellungen im Theater des Westens in Berlin geht das Musical „Romeo & Julia – Liebe ist alles“ erstmals auf Tournee.
„Romeo & Julia – Liebe ist alles“: Musical geht erstmals auf Tournee
Rund eine halbe Million Menschen haben das Stück der Rosenstolz-Macher schon gesehen. Im Rahmen des 37. Kölner Sommerfestivals feierte es am Donnerstagabend (13. August 2026) in der ausverkauften Philharmonie Tourstart.
„Als ‚Romeo & Julia‘ 2023 Premiere hatte, dachten wir, dass das Stück ein paar Tage läuft. Jetzt gehen wir einige Jahre später damit auf Tournee. Ich könnte auf die Knie gehen vor dieser Energie und Kreativität“, sagte Plate. Komponist Ulf Leo Sommer (55) war ebenfalls erleichtert: „Köln hat uns noch nie enttäuscht. Das Publikum war sehr konzentriert und hat an den richtigen Stellen getobt.“
Für die Tournee sind teilweise neue Darstellende zum Cast gestoßen. Wochenlang wurde im Obergeschoss des Düsseldorfer Capitol-Theaters bei meist 30 Grad geprobt. Jetzt erlebte das Publikum viele junge und sehr engagierte Gesichter.
Laura Schatz hatte bereits in Berlin als Julia auf der Bühne gestanden und spielt die Rolle der jungen Tochter aus dem Haus der Capulets erneut extrem selbstbewusst, jugendlich leicht und rebellisch. Die Rolle des Romeo aus der Familie der Montagues übernimmt wieder Mats Visser. Der war im Sommer noch sechs Wochen in China im Musical „Narziss und Goldmund“ unterwegs.

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Beatrice Reece (r.) schlüpft für die Tour in die Rolle der Amme. Sophie Mefan (l.) ist Lady Capulet.
Als Liebling des Stücks hatte sich in Berlin Steffi Irmen als Amme entpuppt. Sie bekam aufgrund der enormen Resonanz ein eigenes Stück. Beatrice Reece schlüpft nun in die Rolle von Julias Ziehmutter und haut alle mit ihrer enormen Präsenz und Spielfreude um. Die Duisburgerin war schon in Musical-Hits wie „Hair“, „Sister Act“, „Footloose“ und „Hairspray“ zu sehen. Jetzt wird der Song „Hormone“ von ihr großartig präsentiert.
Nach drei Stunden gab es für viele weitere Darsteller verdienten Applaus. Pascal Cremer ist neu als Pater Lorenzo. Cedric Schröter (Mercutio) und Christian Bock (Tybalt) waren zuletzt im Pur-Musical „Abenteuerland“ zu erleben. „Todesengel“ Giuseppe Dulcetta begeistert als Countertenor.
Auf der Bühne wird wieder ganz im Sinne von Schöpfer Shakespeare gemordet, gestorben und unglücklich geliebt. So erlebt das Publikum ein sommerlich-leichtes Pop-Musical, das klassische Literatur („Es war die Nachtigall und nicht die Lerche“) und große Gefühle mit bekannten Songs verbindet.

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Der Todesengel ist eine starke Rahmenfigur im Pop-Musical „Romeo & Julia“.
Für Rosenstolz-Fans ist „Romeo & Julia“ ein Muss. Neben den bekannten Hits „Lass es Liebe sein“ und „Liebe ist alles“ gibt es zahlreiche neu komponierte Titel aus der Feder von Peter Plate und Ulf Leo Sommer, die die Handlung perfekt untermalen. Emotionale und mitreißende Titel wie „Das Schönste“, „Dann fall ich“, „Jung sein“ oder „Ich habe keine Angst“ setzen sich schnell im Ohr fest.
Das aufwühlende Stück fängt die Verzweiflung und die Sinnlosigkeit des Konflikts zwischen den Familien Capulet und Montague ein. 430 Jahre nach Entstehung der Original-Tragödie unterstreicht das Musical die weiterhin gültige Botschaft: Krieg ist keine Lösung. Passend dazu erklingt zum Finale die kraftvolle Anti-Kriegs-Hymne „Der Krieg ist aus“.

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Auch auf der Philharmonie-Bühne funktioniert das leicht angepasste Bühnenbild bei „Romeo & Julia“.
Für die Tour-Produktion musste auch das Bühnenbild angepasst werden. Einiges ist reduzierter, was die Szenen jedoch nicht schwächer macht. Die Band spielt aus der Philharmonie-Garderobe. „Das ist wie im Zirkus“, sagt Sommer. „Wir müssen auch ein wenig improvisieren.“ Dragqueen Marcella Rockefeller jubelte im Publikum mit.
Bis zum 23. August ist das Erfolgsstück noch in der Kölner Philharmonie zu erleben. Es gibt noch Karten für alle Aufführungen. Vom 26. August bis 25. Oktober macht „Romeo und Julia – Liebe ist alles“ dann in Düsseldorf Station. Vom 14. bis 18. Oktober wird Tom Neuwirth alias Conchita Wurst die Rolle des Todesengels spielen.
