Am Flughafen Köln/Bonn sind mehrere Drohnen gesichtet worden.
Drohnen am Flughafen Köln/BonnDen ganzen Tag Alarm – eine Person gefasst

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Eine Drohne der Polizei ist über einer Flugzeugtragfläche zu sehen. (Symbolfoto)

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Den ganzen Mittwoch (12. August) über sorgten Drohnen für Alarm am Flughafen Köln/Bonn.
Wie die Bundespolizei auf EXPRESS.de-Nachfrage mitteilte, erreichte die erste Meldung die Behörde bereits am Vormittag. Im weiteren Verlauf kam es bis zum Nachmittag zu mehreren weiteren Sichtkontakten. Ob es sich dabei um dieselbe oder um mehrere Drohnen handelte, konnte die Bundespolizei nicht abschließend klären.
Mehrere Drohnensichtungen am Flughafen Köln/Bonn
Gegen 12.30 Uhr war die Lage besonders angespannt: Die Deutsche Flugsicherung (DFS) bestätigte, dass die Bundespolizei sie über die Drohnensichtung informiert hatte. Daraufhin unterbrach die DFS kurzzeitig die Landungen – um die Sicherheit aller anderen Luftfahrzeuge zu gewährleisten.
„Am Flughafen waren am Mittag kurzzeitig für rund 30 Minuten keine Landungen möglich. Der Flughafen wurde von der DFS über den Verdacht einer Drohnensichtung und die Einschränkung des Flugbetriebs informiert“, erklärte der Flughafen auf Nachfrage. Zwei Ankünfte mussten umgeleitet werden, Starts seien jederzeit möglich gewesen. Anschließend sei der Flugbetrieb wieder vollständig freigegeben worden.
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Die DFS erklärte das Vorgehen auf EXPRESS.de-Anfrage: „Wird die Drohne im Flughafenbereich oder im Bereich der An- und Abflugverfahren gesichtet, kommt es wie in diesem Fall zu einer kurzfristigen Unterbrechung des Flugbetriebs, um die Sicherheit für alle anderen Luftfahrzeuge zu gewährleisten.“
Und weiter: „Betriebsunterbrechungen sind natürlich für alle Beteiligten ärgerlich – sowohl für die Passagiere als auch für die Airlines. Sie sind aber wie in diesem Fall zur Aufrechterhaltung der Sicherheit leider unumgänglich.“
Gegen Abend: erneuter Alarm – Bundeswehr-Bereich betroffen
Gegen Abend wurde der Bundespolizei erneut eine Drohnensichtung im Bereich der am Flughafen ansässigen Bundeswehr gemeldet.
Ein Detektionssystem registrierte daraufhin mehrere Drohnen. Im Zuge der Einsatzmaßnahmen stellte die Polizei Nordrhein-Westfalen im Umfeld des Flughafens einen Drohnenpiloten fest. Ein Abgleich ergab eine Verbindung zwischen der von ihm betriebenen und einer zuvor detektierten Drohne.
Ein Ermittlungsverfahren wurde eingeleitet. Ob die Person auch mit den anderen Sichtungen des Tages in Verbindung steht, ist noch Gegenstand der Ermittlungen.
Am späten Abend wurde erneut eine Drohne gemeldet. Weitere Sichtkontakte folgten – ein verantwortlicher Pilot wurde diesmal nicht festgestellt.
Viele Fragen noch offen
Ob es sich bei sämtlichen Wahrnehmungen des Tages um privat betriebene Drohnen handelte, lässt sich nach aktuellem Erkenntnisstand nicht sagen, so die Bundespolizei. Zu konkreten technischen Systemen und zum taktischen Vorgehen machte die Behörde aus einsatztaktischen Gründen keine weiteren Angaben.
Im Umkreis von anderthalb Kilometern rund um den Flughafen ist es verboten, Drohnen starten zu lassen. Nach dem Zwischenfall mit Drohnen am Flughafen Leipzig wurden die Sicherheitsmaßnahmen in Köln/Bonn hochgefahren. Deshalb gebe es gerade auch vermehrt Meldungen über Drohnen, so der Sprecher.

